MPASS

Heft 7/2003

Christoph Limmer:
Fernsehempfang und PC/Online-Ausstattung in Europa
Ergebnisse des SES ASTRA Satellitenmonitors 2002
Volltext (pdf) | Kurztext
Walter Klingler/Ulrich Neuwöhner:
Kultur in Fernsehen und Hörfunk
Kulturinteresse der Bevölkerung und die Bedeutung der Medien
Volltext (pdf) | Kurztext
Ekkehardt Oehmichen/Christian Schröter:
Regionale Internetangebote
Anbieter, Angebote und Nutzung
Volltext (pdf) | Kurztext
ARD-Forschungsdienst:
Aktuelle Ergebnisse der Werbewirkungsforschung
Volltext (pdf) | Kurztext
Statistik
Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand am 30.6.2003
Volltext (pdf)
Zusammenfassungen
Volltext (pdf)

Editorial

Europa bietet nach wie vor ein sehr heterogenes Bild, was die Fernsehempfangsbedingungen und die Ausstattung der Haushalte mit PC und Onlineanschlüssen anbelangt. Dies belegen die Befragungen im Rahmen des SES ASTRA Satellitenmonitors in 30 Ländern, deren Hauptergebnisse Christoph Limmer in seinem Beitrag zusammenfasst. Während beispielsweise in Deutschland der Fernsehempfang per Kabel und Satellit bei weitem überwiegt, steht in anderen großen Märkten wie Großbritannien, Frankreich und Italien weiterhin der terrestrische Empfang an erster Stelle. Die Digitalisierung schreitet voran (vor allem bei Satellitenhaushalten), jedoch langsamer als erwartet. Große Unterschiede zeigen sich vor allem zwischen West- und Osteuropa im Hinblick auf die Verbreitung von PC und Internetanschlüssen.

Laut einer Repräsentativumfrage im Auftrag des SWR sind 44 Prozent der Deutschen zumindest etwas an Kultur interessiert. Dabei zeigen sich deutliche soziodemographische Unterschiede, aber auch mittels typologischer Verfahren lassen sich die Kulturinteressierten weiter differenzieren, wie Walter Klingler und Ulrich Neuwöhner in ihrem Artikel belegen. Auf der Angebotsseite dominieren eindeutig die Kulturprogramme im öffentlich-rechtlichen Radio und Fernsehen. Dementsprechend fallen im Fernsehen mehr als 80 Prozent der Kulturnutzung auf die öffentlich-rechtlichen Sender, und im Radio erreichen die so genannten gehobenen Programme des ARD-Hörfunks täglich rund 4,3 Millionen Personen

Im Internet nehmen regionale Angebote zu. Anbieter sind sowohl staatliche Einrichtungen wie zum Beispiel Kommunen als auch regionale Medien. Wie eine Auswertung der ARD/ZDF-Online-Studie durch Ekkehardt Oehmichen und Christian Schröter zeigt, ist das Interesse an Regionalem im Internet gestiegen, wobei praktische Informationen (Wetter, Veranstaltungen, Verkehr) für die Nutzer wichtiger sind als Informationen aus der regionalen Politik, Wirtschaft oder Geschichte. Dabei übertragen sich Imagewerte etablierter Medien auch auf das Internet: Die ARD-Sender profitieren von ihrer ausgewiesenen journalistischen Regionalkompetenz, während die Kompetenzwerte der regionalen Privatradios eher im Unterhaltungsbereich liegen.

Der ARD-Forschungsdienst befasst sich dieses Mal mit neuen Ergebnissen aus dem Bereich der Werbewirkungsforschung. Vorgestellt werden unter anderem Studien zur unterschiedlichen Wirkungsweise von Werbung bei Frauen und Männern, zum erfolgreichen Einsatz rhetorischer Mittel und zur Bedeutung von Handlungssträngen in Fernsehwerbespots.