Heft 9/2004
ma 2004 Radio II: Hörfunk behauptet Stärke
Aktuelle Daten zur Hörfunknutzung in Deutschland
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Die Fußball-Europameisterschaften 2004 im Fernsehen
Nutzung und Bewertung der Live-Berichterstattung bei ARD und ZDF
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Kinder und Medien 2003
Studie der ARD/ZDF-Medienkommission - Kernergebnisse für die sechs- bis 13-jährigen Kinder und ihre Eltern
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Medien im Alltag Sechs- bis 13-Jähriger: Trends, Zielgruppen und Tagesablauf
Ergebnisse der ARD/ZDF-Studie 'Kinder und Medien 2003'
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Mediennutzung von Klein- und Vorschulkindern
Ergebnisse der ARD/ZDF-Studie 'Kinder und Medien 2003'
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Editorial
Radio hören und fernsehen bestimmen nach wie vor das Medien-Zeitbudget der Bundesbürger. Bei der Radionutzung ist eine Tendenz zu wachsender Außer-Haus-Nutzung zu erkennen, insbesondere bei den Berufstätigen sowie mittleren und jüngeren Altersgruppen. Wie Walter Klingler und Dieter K. Müller in ihrem Beitrag verdeutlichen, ist die Hörfunknutzung in der Gesamtbevölkerung stabil, und bei den Jugendlichen hat sie sich nach einer leicht rückläufigen Entwicklung inzwischen wieder stabilisiert. Junge Hörer (bis 29 Jahre) sind vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag gleich gut über das Radio zu erreichen.
Im Fernsehen ist Sport ein attraktives Programmangebot für breite Zuschauerschaften. Dies zeigte sich erneut bei der Live-Berichterstattung über die Fußball-Europameisterschaft 2004 in ARD und ZDF. Mit diesem Großereignis wurden rund 50 Millionen Zuschauer in Deutschland erreicht, das heißt, 70 Prozent der Bevölkerung haben mindestens ein EM-Spiel gesehen. Für den Erfolg spielte laut Befragungsergebnissen, die Camille Zubayr und Heinz Gerhard präsentieren, auch eine Rolle, dass die Zuschauer die professionelle Machart der Übertragungen anerkannten und mit den Reporter- und Moderatorenleistungen sehr zufrieden waren.
Mit der Studie "Kinder und Medien 2003" legen ARD und ZDF nach 1979 und 1990 die dritte empirische Grundlagenstudie zur Mediennutzung von Kindern in Deutschland vor. Nach den aktuellen Ergebnissen haben die elektronischen Medien im Leben sechs- bis 13-jähriger Kinder an Bedeutung gewonnen; hinzugekommen sind Computer, Internet, Spielkonsole und Handy. Im Zeitbudget der Mediennutzung bleibt dennoch - so Gerlinde Frey-Vor und Gerlinde Schumacher in ihrem Beitrag - das Fernsehen Spitzenreiter, gefolgt von Musik hören über Tonträger und Radio hören. Beim Fernsehen haben Kinder die höchste emotionale Bindung an den KI.KA, der auch über das beste Image bei den Kindern verfügt. Nach wie vor gibt es - so Katharina Kuchenbuch und Erk Simon in ihrem ergänzenden Beitrag - alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Mediennutzung Sechs- bis 13-Jähriger. Ferner hat sich die Fernsehnutzung weiter in den Abend verschoben. Jedes zweite Kind sieht jeden oder fast jeden Tag allein fern, vor allem nachmittags und am Vorabend. Die Vorliebe für das Radio steigt mit dem Alter der Kinder.
Ebenfalls im Rahmen der Studie "Kinder und Medien 2003" untersuchen Sabine Feierabend und Inge Mohr die Mediennutzung von Klein- und Vorschulkindern im Alter von zwei bis fünf Jahren. Wie bei den älteren Kindern dominiert bei den Vorschulkindern das Fernsehen die Mediennutzung, aber auch Bücher, Radio, Hörspiele und Musik spielen eine Rolle. Für Zwei- bis Fünfjährige ist der KI.KA das weitaus beliebteste Programm und wird auch von den Eltern wegen seiner vielseitigen, gewalt- und werbefreien Sendungen geschätzt.

