MPASS

Heft 7/2004

Inge Mohr:
DVB-T-Region Berlin/Potsdam: Terrestrik wächst weiter
Ergebnisse einer Repräsentativbefragung nach dem Umstieg auf digitales terrestrisches Fernsehen
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Runar Woldt:
Interaktives Fernsehen - großes Potenzial, unklare Perspektiven
Internationale Erfahrungen mit dem 'Fernsehen der Zukunft'
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Karl-Heinz Hofsümmer/Erk Simon/Camille Zubayr:
Die ARD-'Sportschau' - erfolgreich in allen Zielgruppen
Eine Bilanz nach Abschluss der Fußballbundesliga-Saison 2003/2004
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Andreas Vogel:
Konsolidierte Großkonzerne bereit zu erneutem Wachstum
Daten zum Markt und zur Konzentration der Publikumspresse in Deutschland im I. Quartal 2004
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ARD-Forschungsdienst:
Methoden der Werbewirkungsforschung
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Statistik
Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand: 31.3.2004 Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den klassischen Werbemedien bis zum II. Quartal 2004
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Zusammenfassungen
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Editorial

Mit der Digitalisierung stehen dem Fernsehen im nächsten Jahrzehnt umfassende Umbrüche ins Haus, die das Angebot wie seine Nutzung verändern werden. Auf der Ebene des Fernsehempfangs ist in Deutschland im vergangenen Jahr auch die Digitalisierung des terrestrischen Empfangs begonnen worden. In der Region Berlin/Potsdam ist die Umstellung bereits seit etwa einem Jahr vollzogen. Eine Repräsentativbefragung ein dreiviertel Jahr nach Ende der Umstiegsphase, über die Inge Mohr berichtet, zeigt, dass der Umstieg auf digital-terrestrisches Fernsehen (DVB-T) nach wie vor anhält. Zum Zeitpunkt der Befragung verfügten in Berlin und Brandenburg 8 Prozent der Haushalte über digital-terrestrische Empfangseinrichtungen, mehr als vor Einführung von DVB-T die Terrestrik nutzten. Ferner zeichnet sich ab, dass die Haushalte zunehmend verschiedene Empfangstechniken nebeneinander verwenden.

Die Digitalisierung eröffnet auch dem interaktiven Fernsehen (iTV), das Aktionen zwischen Sender und Zuschauer ermöglicht, neue Perspektiven. Nach eher ernüchternden Erfahrungen in den USA zwischen den 1970er und 1990er Jahren ist derzeit die iTV-Branche in Großbritannien sehr aktiv. Wie im Beitrag von Runar Woldt gezeigt wird, hat die BBC mit ihrem breiten Engagement und einigen ambitionierten iTV-Projekten eine Vorbildfunktion erreicht. Ihr kommerzieller Gegenpart Sky Television versucht, die kommerzielle Tauglichkeit von iTV zu beweisen. In Deutschland dagegen stagniert das iTV.

Zu den zugkräftigen Angeboten des Fernsehens zählt zweifellos Sport, insbesondere Fußball. Mit großen Erwartungen verknüpft war die nach elf Jahren erstmals wieder im Ersten angebotene Bundesliga-Berichterstattung in der "Sportschau". Nach Ende der Saison 2003/2004 zeigt sich, dass Fußball im Fernsehen mit dem richtigen Sendekonzept nicht nur neue Zuschauergruppen ansprechen und breite Bevölkerungskreise erreichen, sondern auch in allen relevanten Zielgruppen weitere Zuschauer hinzugewinnen kann. Aufgrund dieser großen Akzeptanz konnte, wie Karl-Heinz Hofsümmer, Erk Simon und Camille Zubayr berichten, der Rechteerwerb durch Werbung und Sponsoring voll refinanziert werden.

Außerdem in diesem Heft: Andreas Vogel präsentiert eine aktuelle Analyse der Pressekonzentration, gemessen als (konsolidierte) Marktanteile an der verkauften Auflage, im Markt der Publikumspresse. Danach bewegt sich die Konzentration noch immer auf dem Durchschnittsniveau der letzten zehn Jahre: Die vier Großverlage Bauer, Springer, Burda und Gruner + Jahr kommen auf einen Marktanteil von 60,4 Prozent.

Der ARD-Forschungsdienst befasst sich mit Methoden der Werbewirkungsforschung, wobei insbesondere berichtet wird über Methoden zur besseren Erfassung visueller Kommunikation zum Beispiel in TV-Werbespots.