MPASS

Heft 11/2004

Helmut Reitze:
Eröffnung und Begrüßung
5. KEF-Symposion 'Digitalisierung der Übertragungswege im Rundfunk' - Auswirkungen auf Programm und Kosten
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Rainer Conrad:
Digitalisierung der Übertragungswege im Rundfunk - Auswirkungen auf Programm und Kosten
Ein Symposion der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF)
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Jörg Schönenborn:
Digitale Zukunft und die Auswirkung auf Programmkosten
Die Sicht der ARD
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Gottfried Langenstein:
Digitale Zukunft und die Auswirkung auf Programmkosten
Die Sicht des ZDF
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Ingrid M. Haas:
Digitale Zukunft und die Auswirkung auf Programmkosten
Die Sicht eines privaten Programmanbieters
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Franz Arnold:
5. KEF-Symposion 'Digitalisierung der Übertragungswege im Rundfunk' - Auswirkungen auf Programm und Kosten
Diskussion mit Referenten
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Julian McGougan:
Digitale Zukunft und die Auswirkung auf Programmkosten
Die Erfahrungen in Großbritannien - Was ist auf Deutschland übertragbar?
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5. KEF-Symposion 'Digitalisierung der Übertragungswege im Rundfunk '- Auswirkungen auf Programm und Kosten
Podiumsdiskussion
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Zusammenfassungen
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Editorial

Die Digitalisierung des Rundfunks in Europa ist in vollem Gange. Auch in Deutschland erhöht sich der Anteil digitaler Fernsehhaushalte von Monat zu Monat. Die Studio- und Produktionstechnik sind schon teilweise digitalisiert. Beim 5. KEF-Symposium "Digitalisierung der Übertragungswege im Rundfunk -- Auswirkungen auf Programm und Kosten" am 23. September 2004 beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main diskutierten Vertreter des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks, der KEF, der Landesmedienanstalten sowie aus Politik und Wirtschaft über die Folgen der Digitalisierung in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Media Perspektiven dokumentiert in diesem Heft einen Mitschnitt der Veranstaltung in überarbeiteter Fassung.

Wie Jörg Schönenborn (WDR) ausführte, zeigen sich bei der Digitalisierung der Übertragungswege vier Entwicklungslinien: die Programmvermehrung, die Veränderung der Verbreitungswege selbst (z.B. DVB-T), die Digitalisierung der Produktion mit Folgen für Produktionsformen und redaktionelle Arbeitsabläufe sowie die Interaktivität, die allerdings noch am Anfang steht. Während in Frankreich und Großbritannien die terrestrische Verbreitung beim Fernsehempfang nach wie vor eine große Rolle spielt, sind in Deutschland Kabel und Satellit die dominierenden Übertragungswege. Gottfried Langenstein (ZDF) machte deutlich, dass die Frage des Zugangs und der Abbildung auf digitalen Programmführern die Schlüsselfrage für die Gestaltung der Medienmärkte und den Programmerfolg sein wird.

In Großbritannien sind inzwischen rund 55 Prozent aller Fernsehhaushalte mit digitalen Fernsehprogrammen versorgt, wie Julian McGougan berichtet. Einen großen Anteil am starken Anstieg der Anschlusszahlen in den letzten zwei Jahren hatte die digitale terrestrische Plattform Freeview, die maßgeblich von der BBC betrieben wird. Die BBC ist führend bei der Entwicklung neuer digitaler Angebote in Radio und Fernsehen. In den kommenden Jahren werden zunehmend Kosten eine Rolle spielen, denn viele neue Anwendungen werden sich kaum realisieren lassen, ohne am "konventionellen" Angebot zu sparen.

Der Grund für den unterschiedlichen Digitalisierungsgrad in Deutschland und anderen europäischen Ländern liegt darin, dass die Ausgangssituation bei der analogen Übertragung differiert. Während nämlich in Deutschland schon jetzt 93 Prozent der Haushalte fünf und mehr Programme empfangen können (sog. Multi-channel-Haushalte), sind es in Großbritannien 52 Prozent und in Frankreich nur 26 Prozent. Durch den stark fragmentierten analogen Fernsehmarkt in Deutschland sind -- so Ingrid M. Haas (RTL) -- die Möglichkeiten für zusätzliche Inhalte im Digitalferensehen begrenzt.