Heft 8/2005
Nach dem Boom: Größter Zuwachs in internetfernen Gruppen
ARD/ZDF-Online-Studie 2005
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Offliner: Zwischen interessierter Annäherung und bewusster Distanz zum Internet
ARD/ZDF-Offline-Studie 2005
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Junge Nutzertypen: Aktiv-dynamischer Umgang mit dem Internet
Ergebnisse der OnlineNutzerTypologie (ONT) in der ARD/ZDF-Online-Studie 2005
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Paid Content im Internet - ein erfolgreiches Geschäftsmodell?
Marktchancen kostenpflichtiger Onlineinhalte
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Editorial
Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Online-Studie 2005 zeigen einen erneuten Zuwachs an Onlinern in Deutschland. Mit fast 58 Prozent der Bevölkerung nutzen mittlerweile rund 37,5 Millionen Menschen (zumindest gelegentlich) das Internet. Die Jahre mit zweistelligen Zuwachsraten sind jedoch vorbei: Birgit van Eimeren und Beate Frees legen dar, dass weitere moderate Wachstumspotenziale in den nächsten Jahren vor allem in den eher internetfernen Gruppen liegen, mittelfristig aber ein Drittel bis ein Viertel der Bevölkerung nicht ans Netz gehen wird.
Derzeit liegt der Anteil der Offliner an der Bevölkerung noch bei rund 42 Prozent, wie Maria Gerhards und Annette Mende aus der ARD/ZDF-Offline-Studie 2005 berichten. Eine differenzierte Analyse dieser Bevölkerungssegmente, die das Internet weiterhin nicht nutzen, zeigt, dass es unter den Offlinern Gruppen gibt, die dem Internet gegenüber durchaus offen sind, während andere eine bewusste Entscheidung gegen eine Onlinenutzung getroffen haben. Die dem Internet nahestehenden Offliner, wie zum Beispiel die Nutzungsplaner, erwarten vor allem ein problemfreies Handling der Technik. Viele Offliner wünschen auch ein stärkeres Zusammenwachsen von Internet und Fernsehen.
Einen besonders hohen Stellenwert hat das Internet in der jungen Generation. Nach den Ergebnissen der im Rahmen der ARD/ZDF-Online-Studie entwickelten OnlineNutzerTypologie (ONT), die sechs verschiedene Nutzertypen unterscheidet, nutzen vor allem die 14- bis 29-jährigen Jungen Hyperaktiven und die Routinierten Infonutzer ein breites Spektrum der Möglichkeiten, die das Internet bietet. Für die Jungen Hyperaktiven ist, wie Ekkehardt Oehmichen und Christian Schröter berichten, das Internet auch das Medium geworden, bei dem sie sich zumeist an erster Stelle über das aktuelle Geschehen informieren.
Wenn auch die Bereitschaft der Bevölkerung, für Onlineangebote zu bezahlen, nach wie vor gering bzw. nach den Ergebnissen der ARD/ZDF-Online-Studie 2005 sogar gesunken ist, steigt das Angebot kostenpflichtiger Inhalte im Internet langsam an. Christian Breunig gibt in seinem Beitrag zu Paid Content einen Überblick über Bezahlangebote und Geschäftsmodelle, schätzt jedoch Prognosen, nach denen im Jahr 2010 bereits fast 40 Prozent aller Onlineinhalte nur noch gegen Bezahlung verfügbar sein sollen, als unrealistisch ein.

