Heft 7/2005
Themenprofile deutscher Fernsehnachrichten
Halbjahresbilanz 2005 des InfoMonitors
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Medienwelten Jugendlicher 2004
Neueste Ergebnisse der JIM-Studie Jugend, Information, (Multi-)Media
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Öffentlich-rechtlicher Rundfunk und die Vorgaben des Europarechts
Public-Service-Idee, Dienstleistungsfreiheit und Beihilfenkontrolle - zum Spannungsverhältnis zwischen nationalem und europäischem Recht
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Konsolidierungsphase für Digital-TV in Großbritannien
Erfahrungen mit der Nutzung digitaler Angebote
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Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den klassischen Werbemedien bis zum II. Quartal 2005
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Editorial
Im Januar 2005 startete der "InfoMonitor", die regelmäßige Analyse der Hauptnachrichtensendungen im deutschen Fernsehen. Wie Udo Michael Krüger in seinem Erfahrungsbericht über die ersten sechs Monate mit dem neuen Instrument belegt, zeigen sich sowohl auf der Ebene der Themenstruktur als auch bei der Behandlung einzelner Themen deutliche Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Anbietern: In den öffentlich-rechtlichen Nachrichten steht Politikberichterstattung mit weitem Abstand an erster Stelle - anders als in den privaten Nachrichten, die zugleich Boulevardthemen stärker in der Vordergrund rücken. Wichtige politische Themen wie Europa werden nur bei ARD und ZDF kontinuierlich und nicht nur bei besonderen Anlässen verfolgt.
Nachrichten im Fernsehen sind für viele Menschen eine wichtige Informationsquelle, wenn es um das aktuelle Geschehen in der Welt geht. Dies gilt auch für Jugendliche, wie die neuesten Ergebnisse der Studie Jugend, Information, (Multi-)Media (JIM) zeigen. Danach präferieren Zwölf- bis 19-Jährige zwar je nach Thema unterschiedliche Medien - zum Beispiel für Partner- und Freundschaftsfragen die Zeitschriften, bei vielen anderen Themen das Internet -, aber für aktuelle Informationen werden vorrangig das Fernsehen und die Tageszeitung genutzt. Insgesamt haben sich die Ausstattung mit Medien generell und die Nutzung von Computer, Internet und Mobiltelefon bei den Jugendlichen nach einer sehr dynamischen Entwicklung nun auf hohem Niveau eingependelt.
Mit dem Spannungsverhältnis von öffentlich-rechtlichem Rundfunk und den Vorgaben des Europarechts befasst sich Dieter Dörr. Public-Service-Idee, Dienstleistungsfreiheit und Beihilfenkontrolle erweisen sich immer wieder als konfliktträchtige Konstellation. Quintessenz der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs sei es jedoch, dass eine staatliche Rundfunkfinanzierung, die mit den tatsächlichen Kosten aufgrund des öffentlichen Auftrags der Rundfunkveranstalter korrespondiert, den Tatbestand der Beihilfe nicht erfüllt. Mit dem deutschen System der Gebührenermittlung wie auch mit den Präzisierungen des öffentlich-rechtlichen Auftrags im Rundfunkstaatsvertrag sei den Anforderungen des Amsterdamer Protokolls und der Rechtsprechung des EuGH Genüge getan.
Über den Stand der Digitalisierung in Großbritannien, die Veränderungen in der Nutzung und die Folgen für die Strategien der Programmanbieter berichtet Philip Reevell. Großbritannien ist mit 50 Prozent digitalen Fernsehhaushalten der am weitesten entwickelte digitale TV-Markt in Europa, der vor allem durch die maßgeblich von der BBC getragene DVB-T-Plattform Freeview einen kräftigen Schub bekam.
Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst mit einem Überblick über aktuelle Ergebnisse der Werbewirkungsforschung.

