Heft 4/2005
Marktchancen von DAB und DVB-T
Ein Lagebericht zu den digitalen terrestrischen Rundfunkübertragungstechnologien
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Die Informationsqualität der Fernsehnachrichten aus Zuschauersicht
Ergebnisse einer Repräsentativbefragung zur Bewertung der Fernsehnachrichten
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Was Kinder sehen
Eine Analyse der Fernsehnutzung Drei- bis 13-Jähriger 2004
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Fernsehprogramme und ihre Bewertung
Das ProgrammBewertungsVerfahren im SWR
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InfoMonitor 2004 und I/2005: Themenstruktur der Hauptnachrichten und Nachrichtenmagazine Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand am 31.3.2005
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Editorial
Nach der erfolgreichen Einführung von digitalem terrestrischem Fernsehen (DVB-T) in Deutschland gerät auch das digitale Radio (DAB) zunehmend (wieder) in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Kirsten Matheus, Rolf Morich und Will Specks diskutieren in ihrem Beitrag auf der Basis einer aktuellen Studie für die Automobilindustrie, warum DAB bisher so wenig Erfolg vorzuweisen hat. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Großbritannien, konnte DAB innerhalb kürzerer Zeit bereits eine relativ große Akzeptanz erzielen. Voraussetzung für einen Erfolg von DAB auch in Deutschland wäre demnach vor allem ein klarer und sichtbarer Mehrwert des digitalen Radioangebots. Um DAB doch noch zum Durchbruch zu verhelfen, ist aus Sicht der Autoren eine gemeinsame, abgestimmte Anstrengung aller Beteiligten (Rundfunkveranstalter, Geräteindustrie, Politik/Regulierung) notwendig.
Im langfristigen Trend nimmt der Nachrichtenkonsum der Fernsehzuschauer weiter zu. Über 70 Prozent des Konsums entfallen dabei auf Nachrichten von ARD und ZDF. Camille Zubayr und Stefan Geese präsentieren Daten einer Repräsentativbefragung unter rund 3 000 Zuschauern zur Beurteilung der Fernsehnachrichten. Danach gehört zu den besonderen Stärken der Nachrichtensendungen von ARD und ZDF, dass sie als objektiver, sachkundiger und glaubwürdiger wahrgenommen werden, während bei den Nachrichtensendungen der Privaten u.a. der Präsentationsstil besser bewertet wird.
Der Fernsehkonsum der Kinder zwischen drei und 13 Jahren ist seit 1992 erstaunlich stabil geblieben, im Gegensatz zur deutlich gestiegenen Fernsehzeit der Erwachsenen. Dabei unterscheiden sich Mädchen und Jungen inzwischen kaum noch hinsichtlich des Umfangs der Fernsehnutzung, Kinder in Ostdeutschland verbringen mehr Zeit vor dem Fernseher als westdeutsche Kinder. Insgesamt belegt der öffentlich-rechtliche KI.KA den zweiten Platz hinter Super RTL. Die Zwölf- bis 13-Jährigen lösen sich bereits deutlich vom Kinderprogramm.
Der Südwestrundfunk (SWR) setzt zur Unterstützung der Programmplanung das ProgrammBewertungsVerfahren (PBV) ein, bei dem Beurteilungen einzelner Sendungen durch Zuschauer und Daten aus der kontinuierlichen Fernsehforschung zusammengeführt werden. Die Ergebnisse der Sendungstests mit dem PBV liefern wichtige Hinweise für die Fernsehredaktionen, wie einzelne Elemente einer Sendung (z.B. Moderation, Studio, Gesprächspartner) optimiert werden können, sodass Zuschauer sie besser beurteilen und die Akzeptanz steigt. Auch als Instrument der strategischen Programmplanung lässt sich das PBV nutzbringend einsetzen.

