MPASS

Heft 1/2005

Christoph Neuberger:
Angebot und Nutzung von Internet-Suchmaschinen
Marktstrategien, Qualitätsaspekte, Regulierungsziele
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Gerd Hallenberger:
Eurofiction 2003: Deutlicher Angebotsrückgang
Erstausgestrahlte einheimische fiktionale Fernsehproduktionen in Deutschland: Angebotsstruktur und Nutzung
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Christoph Kochhan/Denise Haddad/Ursula Dehm:
Bücher und Lesen als Freizeitaktivität
Unterschiedliches Leseverhalten im Kontext von Fernsehgewohnheiten
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Uli Gleich:
Neue Werbeformate im Fernsehen
Forschungsergebnisse zu ihrer Wirkung und Akzeptanz
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ARD-Forschungsdienst:
Interaktive Werbung
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Dokumentation
Initiativkreis Öffentlicher Rundfunk Köln - Resolution vom 1. November 2004
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Statistik
Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand am 31.12.2004 Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den klassischen Werbemedien bis zum IV. Quartal 2004
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Zusammenfassungen
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Editorial

Google ist in Deutschland zum Synonym für die Suche im Internet geworden, da es zwar zahlreiche Suchmaschinen gibt, aber offensichtlich nur wenige häufig genutzt werden. Dies hat - so Christoph Neuberger in seinem Beitrag - möglicherweise auch Auswirkungen auf die journalistische Recherche, wenn sich Journalisten - wie von einigen Experten behauptet - zunehmend mit Google-Anfragen begnügen und auf die Offline-Recherche verzichten ("Googleisierung" des Journalismus). Dennoch bleibt es die Entscheidung der Journalisten, welche Inhalte schließlich in den klassischen Massenmedien publiziert werden. Suchmaschinen stehen jedenfalls unter der ständigen Kontrolle einer kritischen (Internet-)Öffentlichkeit, und auch Initiativen zur Regulierung im Suchmaschinen-Bereich sind im Gespräch. Diese könnten dazu dienen, die Meinungsvielfalt im Internet zu erhalten, ein Monopol zu verhindern und den Jugendschutz zu gewährleisten.

Die seit 2001 rückläufigen Einnahmen bei vielen Fernsehveranstaltern zeigten 2003 erstmals auch Wirkung im Angebot erstausgestrahlter einheimischer Fictionprogramme. Dies wird durch die internationale Vergleichsstudie Eurofiction belegt, deren neueste Ergebnisse Gerd Hallenberger vorstellt. In allen fünf untersuchten europäischen Ländern waren 2003 weniger neue Fictionprogramme aus einheimischer Produktion im Programm als im Jahr zuvor. Dies gilt auch für die deutschen Sender, allerdings mit jeweils unterschiedlicher Ausprägung. Die ARD/Das Erste ist, wie in den Vorjahren, weiterhin führender Anbieter erstausgestrahlter Fiction in Deutschland.

Die Position des Mediums Buch und des Lesens im härter werdenden Medienwettbewerb untersuchte eine repräsentative Studie, aus der Christoph Kochhan, Denise Haddad und Ursula Dehm berichten. Demnach spielt das Lesen als regelmäßige Freizeittätigkeit bei einer großen Zahl von Menschen nach wir vor eine wichtige Rolle. Es gibt aber deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Grundsätzlich konkurrieren Fernsehen und Lesen um die verfügbare Zeit der Nutzer, regelmäßige Seher öffentlich-rechtlicher Programme sind in der Regel allerdings intensivere Buchnutzer als Seher der privaten Programme.

Um die Aufmerksamkeit der Fernsehzuschauer zu erhöhen, werden zunehmend neue Werbeformate entwickelt und eingesetzt. Dies hat zu einer Reihe neuer Spotvarianten geführt, wie zum Beispiel Single Spot, Splitscreen und Virtuelle Werbung. Wie Uli Gleich berichtet, ist hierbei die Kombination aus klassischem Werbespot und neuen Spotformaten besonders wirksam. Ziel ist es, die jeweiligen Vorteile unterschiedlicher Werbestrategien im Rahmen einer intelligenten Vernetzung gewinnbringend einzusetzen.