Heft 6/2006
Neue Programmformen für einen Medienmarkt im Wandel
'Leben - was sonst?': Eine Themenwoche gegen den Krebs
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ARD-Themenwoche Krebs im Urteil des Publikums
Ergebnisse der Begleitforschung
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Der Werbemarkt 2005
Rekordwert beim Bruttoumsatz - verhaltene Steigerung beim Nettoumsatz
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Radiowerbewirkungsforschung in Deutschland
Aufgabenstellung, Instrumente, Befunde
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Editorial
Mit der Themenwoche Krebs vom 3. bis 9. April 2006 realisierte die ARD ein bisher einmaliges Programmprojekt. Im Fernsehen, im Hörfunk und im Internet wurden unter dem Motto "Leben - was sonst?" in unterschiedlichen Genres eine Woche lang verschiedene Facetten der Volkskrankheit Krebs behandelt. Mit einer Mischung aus sachorientierten und emotionalen Zugängen konnten trotz des schwierigen Themas rund 60 Prozent der Bevölkerung erreicht werden. Björn Staschen berichtet über Idee und Realisierung der Themenwoche. Ziel war es unter anderem, mit der gebündelten Behandlung eines gesellschaftlich und individuell relevanten Themas den Public Value, den besonderen Wert öffentlich-rechtlicher Programme in heutiger Zeit, noch deutlicher herauszustellen. Ferner sollten neue Vermittlungsformen gefunden werden, mit denen gesellschaftlich relevante Themen auch in Zeiten riesiger Programmauswahl große Aufmerksamkeit erzielen können.
Wie wurde die Themenwoche von den Bundesbürgern beurteilt? Nach den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage im Rahmen der Begleitforschung, über die Stefan Geese und Camille Zubayr schreiben, bewerteten rund 80 Prozent der Bevölkerung die Schwerpunktwoche mit sehr gut/gut, und 86 Prozent stimmten zu, dass die ARD mit der Themenwoche Krebs einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft geleistet hat. Hervorgehoben wurden ferner die journalistische Integrität der Beiträge sowie Kompetenz und Professionalität im Umgang mit dem Thema.
Der Werbemarkt befindet sich den Daten für das Jahr 2005 zufolge weiter im Aufwind. Bei den Bruttowerbeumsätzen wurden mit 19,1 Mrd Euro die Werte des bisherigen Rekordjahres 2000 übertroffen. In der Nettobetrachtung fiel die Steigerung allerdings verhaltener aus. Herausragendes Medium mit den höchsten Brutto- wie Nettozuwächsen war das Radio; wichtigste werbungtreibende Branche blieben auch im vergangenen Jahr die Handelsorganisationen.
Im hart umkämpften intra- und intermedialen Wettbewerb überprüfen die Werbekunden ihre eingesetzten Werbegelder noch stärker als früher und stellen entsprechende Anforderungen an die Werbewirkungsforschung. Wie Christoph Wild in seinem Beitrag zeigt, bescheinigen Studien dem Radio eine hohe Abverkaufsleistung. Darüber hinaus profitiert TV bei Werbekampagnen vom Radioeinsatz. Auch im Vergleich mit den Publikumszeitschriften schneidet Radio als Ergänzungsmedium zum Fernsehen besser ab und erhöht eindeutig die Kampagneneffizienz.
Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst mit neuen Studien zur Werbewirkungsforschung sowie ein Argumentationspapier von ARD und ZDF für die Rundfunkkommission der Länder zur geplanten "Grundverschlüsselung" durch den Satellitenbetreiber SES-Astra.

