Heft 3/2006
Formationen deutscher Medienmultis 2005
Teil 1: ProSiebenSat.1 Media AG und Axel Springer AG
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Tendenzen im Zuschauerverhalten
Fernsehgewohnheiten und Fernsehreichweiten im Jahr 2005
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Was Kinder sehen
Eine Analyse der Fernsehnutzung Drei- bis 13-Jähriger 2005
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Audience Flow bei ZDF, ARD, RTL und SAT.1
Ein Instrument zur Unterstützung der Programmplanung
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Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand am 31.12.2005 Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den klassischen Werbemedien bis zum IV. Quartal 2005
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Editorial
Erstmals hat im Januar 2006 die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) eine Fusion im deutschen Fernsehen nicht genehmigt. Auch das Bundeskartellamt verwehrte seine Zustimmung zur Übernahme von ProSiebenSat.1 durch den Axel Springer Verlag. Horst Röper untersucht im ersten Teil seiner aktuellen Dokumentation über die Lage der deutschen Medienmultis die wirtschaftliche Entwicklung und die Motivation der beiden betroffenen Unternehmen für den geplanten Zusammenschluss und diskutiert die Beweggründe von KEK und Kartellamt für die Ablehnung dieses Vorhabens.
Der Umfang der Fernsehnutzung und die Reichweite des Fernsehens haben sich im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert, berichten Camille Zubayr und Heinz Gerhard in ihrer Jahresbilanz des Zuschauerverhaltens. Deutlich wird erneut, dass die Sehdauer mit dem Alter der Zuschauer zusammenhängt: Die ältere Generation schaut im Durchschnitt erheblich länger fern als jüngere Menschen. Auch 2005 deckten die Bundesbürger den weitaus größten Teil ihres Informationsbedarfs bei ARD und ZDF. Die meistgesehene Sendung des Jahres war das "TV-Duell" mit Gerhard Schröder und Angela Merkel.
In der speziellen Nutzergruppe der Kinder (drei bis 13 Jahre) ist die Fernsehnutzung im Jahr 2005 insgesamt leicht zurückgegangen und zeigt weiterhin Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland: Ostdeutsche Kinder sehen deutlich mehr fern als westdeutsche. Darüber hinaus nimmt die Fragmentierung des Fernsehkonsums auch bei Kindern zu. Super RTL konnte seine Marktführerschaft ausbauen. Der KI.KA liegt mit leichtem Zuwachs auf dem zweiten Platz. Neue Formate wie zum Beispiel die Telenovelas sind auch in den jüngeren Nutzergruppen sehr erfolgreich.
Untersuchungen des so genannten Audience Flow können die Programmplanung sinnvoll unterstützen. Zu diesem Ergebnis kommen Katharina Kuchenbuch und Reiner Auer in ihrem Beitrag über ein ZDF-Forschungsprojekt. Insgesamt untersuchten die Autoren rund 4 000 Sendungspaarungen aus den Jahren 2003 und 2004. Im Zentrum stand hierbei der "Score", ein Kennwert, der verschiedene Elemente des Audience Flow zusammenfasst und dessen Bewertung anhand von Benchmarks erlaubt.
Außerdem in diesem Heft: der ARD-Forschungsdienst zu Aspekten der Fernsehunterhaltung aus Zuschauersicht.

