MPASS

Heft 1/2006

Christian Breunig:
Mobile Medien im digitalen Zeitalter
Neue Entwicklungen, Angebote, Geschäftsmodelle und Nutzung
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Hans-Peter Gaßner:
Werberelevante Zielgruppen im Wandel
Konsum ist entscheidender als Alter
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Miriam Tebert/Christine Gierse:
Ein Qualitäts-Controlling für Das Erste
Ergebnisse eines Pilotprojekts
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Ulrich Pätzold/Horst Röper:
Fernsehproduktionsmarkt Deutschland 2003 und 2004
Fortschreibung der FORMATT-Studie über Konzentration und regionale Schwerpunkte der Auftragsproduktionsbranche
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Zusammenfassungen
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Editorial

Viele Medienunternehmen erhoffen sich von der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auch einen Anschub für neue mobile Medientechniken. Das Handy entwickelt sich zu einem mobilen Integrationsmedium klassischer (Radio, Fernsehen) und neuer Medien (Internet, MP3-Player), wie Christian Breunig in seinem Beitrag analysiert. Insbesondere mobile Audioplayer gelten als Wachstumsmarkt, am Podcasting beteiligen sich inzwischen auch etablierte Rundfunksender. Trotzdem werden die neuen mobilen Medien auf mittlere Sicht Nischenmärkte bleiben. Das Radio bleibt sowohl von der Nutzung als auch von seiner wirtschaftlichen Bedeutung her das stärkste mobile Massenmedium.

Die Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen, viele Jahre unangefochten die von Medien und Werbungtreibenden am stärksten umworbene Bevölkerungsgruppe, verliert zunehmend an Attraktivität und Überzeugungskraft. Nicht nur die demographische Entwicklung, auch Veränderungen in der Lebenseinstellung Älterer sowie in den Einstellungen zur Werbung und im Konsumverhalten, legen, so argumentiert Hans-Peter Gaßner in seinem Artikel, eine Umorientierung in der Mediaplanung nahe. Eher als demographische Gruppen seien nach Konsumorientierung gebildete Gruppen geeignet, das Werbepotenzial der Medien optimal zu nutzen.

Seit 1998 analysieren Ulrich Pätzold und Horst Röper in regelmäßigen Abständen die Entwicklung im deutschen Fernsehproduktionsmarkt. In ihrem aktuellen Bericht (Basis: 2003 und 2004) können die Autoren auf ein steigendes Auftragsvolumen in der Produktion verweisen. Allerdings bedeutet dies nicht gleichzeitig eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, da die Betriebe einem starken Preisdruck ausgesetzt seien. Die Fictionproduktion bringt nach wie vor die höchsten Umsätze und birgt vielfältige Standorteffekte. Die TV-Movies erweisen sich erneut vor allem als Domäne der öffentlich-rechtlichen Sender.

Was macht Programmqualität aus? Welche Ziele setzen sich öffentlich-rechtliche Fernsehsender und wie werden diese erreicht? Dies sind typische Fragen im Zusammenhang mit dem so genanntem Qualitäts-Controlling, wie es derzeit im Rahmen eines Pilotprojekts für das Erste Programm der ARD getestet wird. Miriam Tebert und Christine Gierse stellen in ihrem Beitrag anhand konkreter Beispiele das Konzept, die Verfahren und die Umsetzungsmöglichkeiten des Instruments vor.