Heft 12/2006
Der Wert des öffentlichen Rundfunks in der digitalen Ära
Neue Royal Charter für die BBC
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Frühstücksfernsehen bei ARD/ZDF, RTL und SAT.1
Formen und Inhalte öffentlich-rechtlicher und privater Frühmagazine
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Video-on-Demand als Element im Fernsehkonsum?
Ergebnisse einer Repräsentativbefragung
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Informationsnutzung und Medienauswahl 2006
Ergebnisse einer Repräsentativbefragung zum Informationsverhalten der Deutschen
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Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand am 30.9.2006 Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den klassischen Werbemedien bis zum III. Quartal 2006
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Editorial
Anfang 2007 tritt in Großbritannien eine neue Royal Charter, die Rechtsgrundlage für die BBC, in Kraft. Vorausgegangen war dem eine mehrjährige, intensive öffentliche Konsultation. Unter dem Motto "Building Public Value" präsentierte die BBC ein Konzept für eine Anpassung ihres traditionellen Programmauftrags an gewachsene Herausforderungen. Runar Woldt beschreibt in seinem Beitrag die Kernpunkte der öffentlichen Debatte und die wichtigsten Veränderungen, die die Royal Charter für die BBC mitbringt. Das Fazit: Die Royal Charter bestätigt die wichtige gesellschaftliche Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch in der digitalen Ära.
Dass öffentlich-rechtliche Programme andere Schwerpunkte setzen als privat-kommerzielle belegt eine von Udo Michael Krüger vorgestellte vergleichende Analyse des Frühstücksfernsehens bei ARD/ZDF, RTL und SAT.1. Trotz einiger Ähnlichkeiten im Programmaufbau und bei der Präsentation zeigen sich deutliche Unterschiede in den Inhalten: Das öffentlich-rechtliche "Morgenmagazin" von ARD/ZDF zeigt sowohl in den Nachrichten als auch in den Magazinbeiträgen deutlich höhere Anteile an politiknahen und gesellschaftlich relevanten Themen als die Frühmagazine von SAT.1 und RTL. Letztere berichten erheblich mehr aus dem Bereich Human Interest/Prominenz/Showbiz.
Welche Chancen hat Video-on-Demand (VoD), zu einem festen Element im Fernsehkonsum zu werden? Ralf Kaumanns und Veit Siegenheim stellen Ergebnisse einer Repräsentativbefragung zu Erwartungen und Präferenzen an die Telekommunikations- und Medienangebote von morgen vor. Deutlich wird, dass VoD derzeit nur einer Minderheit bekannt ist. Vor allem unter den 14- bis 19-Jährigen ist der Anteil der Interessierten hoch. Allerdings wollen gut vier Fünftel keine weiteren Kosten für das Fernsehen. VoD hat dann eine Chance, so das Resümee, wenn es gelingt, den Konsumenten einen klaren persönlichen Mehrwert zu bieten.
Wie und wo informieren sich die Bundesbürger? Es sind weiterhin die traditionellen Medien Fernsehen, Hörfunk und - mit einigem Abstand - die Tageszeitung, mit deren Hilfe die Bürger ihren Informationsbedarf decken. Nach den Ergebnissen einer repräsentativen Erhebung, über die Sascha Blödorn, Maria Gerhards und Walter Klingler berichten, interessieren sich 90 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahre für das aktuelle Geschehen in Deutschland und der Welt, 85 Prozent für das regionale Geschehen. Wichtigste Informationsquellen hierfür sind auch 2006 öffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio sowie die Tageszeitungen.
Ausserdem in diesem Heft: Im ARD-Forschungsdienst werden neue Studien zu den Methoden der Werbewirkungsforschung präsentiert.

