Heft 6/2007
Die künftige Nutzung der Frequenzressourcen für den digitalen terrestrischen Rundfunk
Positionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nach der Funkverwaltungskonferenz RRC-06
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Der Werbemarkt 2006
Neue Bestmarke beim Werbeumsatz der klassischen Medien
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Hören und Klicken
Synergien zwischen Radiowerbung und Internetnutzung
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Mediennutzung in der Zukunft
Eine Trendanalyse auf der Basis heutiger Datenquellen
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Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den klassischen Werbemedien im I. Quartal 2007
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Editorial
Unter dem Namen RRC-06 ist im Juni dieses Jahres ein Vertragswerk in Kraft getreten, das von grundlegender Bedeutung für die Zukunft des digitalen terrestrischen Rundfunks ist. Das Abkommen, über das Herbert Tillmann berichtet, regelt den Zugang von 120 Ländern zu Frequenzressourcen und enthält etwa 70 000 Einträge für DAB und DVB-T. Verabschiedet worden war es im Sommer 2006 nach fünfwöchiger Konferenz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) in Genf.
Mit dem Abschluss der RRC-06 kann der von ARD und ZDF beschlossene flächendeckende Ausbau von DVB-T fortgesetzt werden. Zur künftigen Nutzung der verfügbaren Frequenzressourcen nach Abschaltung des analogen terrestrischen Rundfunks in Deutschland haben ARD, ZDF und die Landesmedienanstalten gemeinsam Anforderungen an ein nationales Nutzungskonzept formuliert, welches auch neuen Anbietern Zugang ermöglicht, jedoch den Vorrang des Rundfunks unterstreicht. Unverzichtbar ist, die Bundesländer in die Verteilung der freien Frequenzressourcen einzubeziehen, sowohl auf nationaler Ebene als auch angesichts der Ambitionen der Europäischen Kommission hinsichtlich der künftigen Frequenzverwaltung.
Wie, auf welchen Wegen und mit welchen Geräten werden die Bürger im digitalen Zeitalter fernsehen oder Radio hören? Maria Gerhards und Walter Klingler leiten aus heutigen Datenquellen Trends der Mediennutzung in den nächsten Jahren ab. Danach wird mobiles Fernsehen nur in bestimmten, eher jüngeren Zielgruppen einige Relevanz erreichen. Die Segmentierung der Zuschauerschaft wird fortschreiten, die Möglichkeiten zeitversetzten Fernsehens werden vor allem Jüngere nutzen, zum Beispiel mittels moderner audiovisueller Speichermedien. Radio wird stärker als Fernsehen auf unterschiedlichen Endgeräten wie Handys, MP3-Player oder PC gehört werden, seine Funktion als Begleitmedium im Alltag wird es behalten.
Das Zusammenspiel von Radio und Internet in der werblichen Kommunikation ist Thema des Beitrags von Hans-Peter Gaßner. Verdrängen oder ergänzen sich Radio und Internet? Internetnutzer hören überdurchschnittlich viel Radio, 74 Prozent haben vor dem Surfen Radio gehört. Um auf Angebote im Internet aufmerksam zu machen, ist Radio als Werbemedium daher gut geeignet.
Der Werbemarkt hat, wie Pamela Möbus und Michael Heffler berichten, ein erfolgreiches Jahr hinter sich, und auch der Trend im laufenden Jahr 2007 ist positiv. Mit einem Bruttoumsatz-Volumen von gut 20 Mrd Euro wurde 2006 eine neue Bestmarke erzielt, wobei die Anteile der einzelnen Medien an den Werbeausgaben relativ konstant geblieben sind. Wichtigste werbungtreibende Branche waren auch im Jahr 2006 die Handelsorganisationen.
Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst berichtet über neue Studien zu Zielgruppen, Mediaplanung und Werbestrategien.

