MPASS

Heft 1/2007

Dieter K. Müller:
Radio - der Tagesbegleiter mit Zukunft
Chancen und Risiken im medialen Wettbewerb
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ARD/ZDF-Projektgruppe Mobiles Fernsehen:
Mobiles Fernsehen: Interessen, potenzielle Nutzungskontexte und Einstellungen in der Bevölkerung
Ergebnisse einer repräsentativen Studie der ARD/ZDF-Medienkommission
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Stefanie Best/Bernhard Engel:
Qualitäten der Mediennutzung
Ergebnisse auf Basis der ARD/ZDF-Studie Massenkommunikation
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Karl-Heinz Hofsümmer:
Fernsehreichweitenmessung: Valide Daten für Werbung und Programm
Ergebnisse eines Externen Coincidental Checks des AGF/GfK-Fernsehpanels
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Elmar Klemm:
Qualitätsprüfung im Fernsehpanel
Ergebnisse eines Internen Coincidental Checks des AGF/GfK-Fernsehpanels
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Statistik
Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand 31.12.2006 Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den klassischen Werbemedien bis zum IV. Quartal 2006
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Zusammenfassungen
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Editorial

Welche Rolle kann das Radio in der sich fragmentierenden Medienwelt einnehmen? Dieter K. Müller analysiert anhand von Mediennutzungsdaten die bisherige Entwicklung zum dominierenden Day-Time-Medium, das sich auch in der Konkurrenz mit dem Internet und Neuentwicklungen wie MP3-Playern recht gut behaupten kann. Radio, so die Prognose, wird trotz Nutzungsveränderungen in einigen Bevölkerungsgruppen ein idealer Tagesbegleiter zur Unterhaltung und Information bleiben.

Zu den Konkurrenzmedien des Radios kann mobiles Fernsehen bisher kaum gezählt werden. Noch sind TV-fähige Empfangsgeräte (insbesondere Handys) kaum verbreitet und werden nur wenig genutzt. Laut einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die von der ARD/ZDF-Projektgruppe Mobiles Fernsehen vorgestellt wird, besteht bisher nur geringes Interesse an mobilem Fernsehen, und es wird auch kein Mehrwert erkannt. Unter den gewünschten Inhalten für mobiles Fernsehen steht das bekannte "normale" Fernsehprogramm im Vordergrund, und hier insbesondere kurze Informations- und Servicebeiträge. Die überwiegende Mehrheit der potenziellen Nutzer wünscht außerdem einen freien Empfang der Programme von ARD und ZDF ohne Zusatzkosten auch auf den mobilen TV-Geräten.

Angesichts der ständig steigenden Mediennutzung wird häufig gefragt, ob sich damit die Qualität der Mediennutzung verändert. Stefanie Best und Bernhard Engel analysieren die parallele Nutzung unterschiedlicher Medien sowie die Fragmentierung des Medienalltags durch "intermediales Zapping" anhand von Tagesablaufdaten aus der jüngsten Erhebungswelle 2005 der ARD/ZDF-Langzeit-
studie Massenkommunikation. Es zeigt sich, dass insgesamt nur 7 Prozent des gesamten Medienzeitbudgets auf die gleichzeitige Nutzung mehrerer Medien entfallen. Unter den nutzungsstarken Medien weisen Fernsehen und Radio die höchste Exklusivnutzung aus, während Internet und Printmedien deutlich stärker parallel mit anderen Medien genutzt werden. Die Rezeptionsmuster, so die Autoren, könnten sich künftig angesichts einer zunehmenden Medienverdichtung stärker in Richtung eines "Multitasking" entwickeln.

Zwei weitere Beiträge dieses Heftes widmen sich der Qualitätssicherung in der Fernsehreichweitenmessung. Karl-Heinz Hofsümmer präsentiert die Befunde eines Externen Coincidental Checks zur Validitätsprüfung des AGF/GfK-Fernseh-
panels. Der ECC zeigt eine sehr gute Übereinstimmung der Ergebnisse von Panel und Stichprobe und bestätigt die Gültigkeit der gegenwärtigen Quotenmessung. Über einen Internen Coincidental Check berichtet Elmar Klemm, im Ergebnis zeigt sich eine hohe Reliabilität des Fernsehpanels und der dort generierten Daten.