Heft 7/2007
"Public Value" - Mehrwert für die Gesellschaft
Bilanz der zweiten ARD-Themenwoche "Kinder sind Zukunft"
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Die ARD-Themenwoche "Kinder sind Zukunft" im Urteil des Publikums
Ergebnisse der Repräsentativbefragung
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Untertitel im Teletext als Hilfe beim Fernsehen
Eine ZDF-Studie zur Untertitelnutzung durch Hörbehinderte
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Videomarkt und Videonutzung 2006
Eine Zwischenbilanz des Strukturwandels
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Editorial
"Kinder sind Zukunft" lautete der Titel der diesjährigen ARD-Themenwoche. Zum zweiten Mal hat die ARD ihren Anspruch, in einer unübersichtlicher werdenden Medienwelt Anlaufstelle für Themen zu sein, die die Gesellschaft als Ganzes angehen, mit einem publizistischen Großereignis untermauert. Die Themenwochen zielen darauf ab, den spezifischen "Mehrwert" ("Public Value") des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Allgemeinheit stärker zu verdeutlichen, den öffentlichen Diskurs zu vertiefen, zum Nachdenken und Handeln anzuregen - ein Konzept, das aufgeht, wie Andreas Weiss in seinem Bericht über Hintergrund und Realisierung der diesjährigen Themenwoche zeigt. Die rund 3 000 Beiträge in Hörfunk und Fernsehen, begleitet von Hintergrundberichten im Internet und vielfältigen Mitmachaktionen, fanden beim Publikum und in der Presse hohe Akzeptanz und Anerkennung. Knapp 60 Prozent der Bundesbürger, das sind 38 Millionen Menschen, haben die ARD-Themenwoche wahrgenommen.
Im Einzelnen, so Stefan Geese und Claudia Zeughardt über die Ergebnisse der Begleitforschung zur Themenwoche, beurteilten 79 Prozent der Befragten das Thema "Kinder" als Programmschwerpunkt als "sehr gut" oder "gut", wobei auch Kinderlose mit 76 Prozent eine ähnlich hohe Zustimmung zeigten. Das Konzept, eine ganze Woche lang ein wichtiges Thema in vielen Facetten und Formen zu behandeln, fand sogar noch etwas stärkere Befürwortung als 2006, sehr wichtig/wichtig finden es auch diejenigen, die die Themenwoche dieses Mal nicht genutzt haben.
Menschen mit Hörbeeinträchtigungen - das sind in Deutschland fast 20 Prozent der Bevölkerung - haben oft Schwierigkeiten, den Bildern des Fernsehens zu folgen. Die Untertitelung von Fernsehsendungen im Teletext dient hier als Unterstützung. Sie wird, wie Bernhard Engel aus einer ZDF-Studie berichtet, intensiv genutzt und in der Regel nicht als Störfaktor für das Gemeinschaftserlebnis Fernsehen empfunden. Das derzeitige Untertitelangebot der öffentlich-rechtlichen Sender wird als sehr gut eingeschätzt, gleichwohl können aus der Studie Erkenntnisse für weitere Optimierungen gewonnen werden.
Mit dem Strukturwandel im Videomarkt beschäftigen sich Oliver Turecek, Helmut Bärner und Gunnar Roters. Trotz leicht gesunkener Umsätze 2006 blickt die Home-Entertainment-Branche optimistisch in die Zukunft. Der technische Formatwechsel von VHS zu DVD ist weitgehend vollzogen. Das Nutzungsverhalten erweist sich als stabil, allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass von den diversen neuen digitalen Möglichkeiten des Erwerbs und Entleihens audiovisueller Inhalte Gebrauch gemacht werden wird.
Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst stellt neue Studien zur Journalismusforschung vor.

