Heft 8/2007
Internetzung zwischen Pragmatismus und YouTube-Euphorie
ARD/ZDF-Online-Studie 2007
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Offliner 2007: Zunehmend distanzierter, aber gelassener Blick aufs Internet
ARD/ZDF-Offline-Studie 2007
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Onliner 2007: Das "Mitmach-Netz" im Breitbandzeitalter
PC-Ausstattung und Formen aktiver Internetnutzung: Ergebnisse der ARD/ZDF-Online-Studie 2007
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Zur typologischen Struktur medienübergreifender Nutzungsmuster
Erklärungsbeiträge der MedienNutzer- und der OnlineNutzerTypologie
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Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den klassischen Werbemedien im II. Quartal 2007
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Editorial
Die Integration des Internet in den bundesdeutschen Alltag schreitet weiter voran. Inzwischen sind fast 63 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahre online. Die aktuelle ARD/ZDF-Online-Studie für das Jahr 2007 belegt aber auch, dass quer über die demographischen Gruppen hinweg die Art und Intensität der Nutzung des Internets sehr unterschiedlich ist. Dies gilt auch für den Einfluss des Internets auf die traditionelle Mediennutzung.
Birgit van Eimeren und Beate Frees berichten in ihrem Beitrag, dass die höchsten Zuwachsraten unter den Nutzergruppen des Internets bei den Frauen und den Älteren festzustellen sind. Insgesamt wird der Umgang mit dem Internet immer routinierter und habitualisierter. Viele, auch gerade ältere Nutzer sehen das Internet dabei sehr pragmatisch und zeigen kein großes Interesse zum Beispiel an dessen unterhaltenden Inhalten. Die klassischen Medien bleiben unangefochten führend bei der Nutzungsdauer, bei den jüngsten Internetnutzern hat Online allerdings inzwischen mit dem Fernsehen gleichgezogen.
Auch wenn der Teil der Bevölkerung, der keinen Zugang zum Internet besitzt (Offliner), stetig kleiner wird, zeichnet sich doch ein harter Kern heraus, der dem Netz immer distanzierter gegenübersteht. Diese Offliner sehen für sich keinen Mehrwert im Internet, wie Maria Gerhards und Annette Mende feststellen. Obwohl das Wissen um die Angebote im Internet gestiegen ist und die Offliner häufig über Verwandte und Bekannte damit in Berührung kommen, verbinden sie mit ihm vor allem Sicherheitsbedenken, Suchtpotenziale und Zugangsbarrieren. Auch die typische "Internetsprache" wird als Hindernis empfunden. Auffällig ist, dass Personen mit einem geringeren Haushaltseinkommen und einer niedrigeren formalen Bildung unter den Offlinern deutlich überrepräsentiert sind.
Die technische Ausstattung der meisten Onlinerhaushalte entspricht weitgehend dem aktuellen Standard, so Christoph Gscheidle und Martin Fisch in ihrem Beitrag. Auch schnelle Internetzugänge sind immer häufiger vorhanden, so nutzen inzwischen 59 Prozent der Onliner eine DSL-Verbindung. 23 Prozent der Onliner haben das Internet bereits schon einmal zum Telefonieren genutzt. In Bezug auf das so genannte "Mitmach-Internet" zeigt sich ein hohes Interesse der Nutzer, allerdings beteiligt sich bisher nur eine kleine Minderheit selbst aktiv, die überwiegende Mehrheit nutzt die Web-2.0-Inhalte (z.B. Video- oder Audiostreams) passiv.
Die Verknüpfung von MedienNutzerTypologie (MNT) und OnlineNutzerTypologie (ONT) eröffnet neue Möglichkeiten, die Aneignung des Internets durch die Nutzer und die Auswirkungen auf die klassischen Medien zu untersuchen. Ekkehardt Oehmichen und Christian Schröter können nachweisen, dass es eine Ausdifferenzierung der Internetnutzung mit unterschiedlich starken Veränderungen der traditionellen Mediennutzung bei den einzelnen Nutzungstypen gibt.

