Heft 1/2008
Programmprofile von n-tv und N24
Entwicklung und Positionierung der beiden privaten Nachrichtenkanäle im deutschen Fernsehmarkt
Volltext (pdf) | Kurztext
Qualitätsanforderungen an Fernseh-Informationssendungen
Erfahrungen und Ergebnisse der Qualitätssteuerung im Hessischen Rundfunk
Volltext (pdf) | Kurztext
Von der Suchmaschine zum Werbekonzern
Googles Ambitionen für ein crossmediales Werbenetzwerk
Volltext (pdf) | Kurztext
Werbung in Radio und Internet: Eine Synthese mit Wirkung
Ergebnisse einer amerikanischen Studie
Volltext (pdf) | Kurztext
Volltext (pdf)
Editorial
Die privaten Nachrichtenkanäle n-tv und N24 entsprechen nur sehr eingeschränkt dem gängigen Image von Nachrichtensendern; sie sind eher als Spartensender für Information und Infotainment einzuordnen, wie Udo Michael Krüger in seiner Programmanalyse herausarbeitet. In einer Untersuchungswoche im Jahr 2007 wiesen die Kanäle Nachrichtenanteile von 35 Prozent bzw. 26 Prozent auf, Magazine und Dokumentationen/Reportagen/Berichte nahmen erheblichen Raum ein. n-tv hatte zehn Jahre zuvor mit 63 Prozent noch einen deutlich höheren Nachrichtenanteil. Der Differenzierung bei den Sendungsformen entsprechend hat sich auch das Themenspektrum verändert: Nur noch rund ein Viertel des Programms von n-tv (28 %) und N24 (25 %) befasst sich mit Politikthemen.
Die medienpolitische Diskussion um Qualität im Fernsehen, insbesondere im öffentlich-rechtlichen, ist derzeit wieder im vollen Gang. Forderungen der Politik an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Eckwerte von Qualitätsmerkmalen in Selbstverpflichtungen zu verankern, sind inzwischen längst erfüllt worden. Darüber hinaus gibt es in fast allen Häusern eine jahrelange Praxis der Qualitätsbewertung. Ekkehardt Oehmichen berichtet über die Qualitätssteuerung im Hessischen Rundfunk, die neben dem internen Monitoring (d.h. Sicht der Programmmacher) der Zuschauerbewertung durch ein externes Monitoring ein besonderes Gewicht einräumt. Mit ihrer Hilfe können Risiken und Defizite bei der Beitragsgestaltung systematisch erkannt und in der Programmarbeit umgesetzt werden.
Google Inc. dominiert bereits heute den Bereich der Werbung im Internet. Ralf Kaumanns und Veit Siegenheim legen in ihrem Beitrag dar, dass das Unternehmen langfristig ein crossmediales Werbenetzwerk aufbauen möchte und einen größeren Anteil am Werbeumsatz insgesamt anstrebt. Auch wenn Google hierfür erhebliche Mittel aufwendet und seinen Konkurrenten scheinbar weit voraus ist, so ist dieses Ziel auf absehbare Zeit nicht ohne Kooperation mit den etablierten Medienunternehmen erreichbar.
Nach der ersten Euphorie über die Fähigkeiten des Internets als vielseitiges Werbemedium zeigt sich zunehmend, dass sich die Wirkungspotenziale von Onlinemedien erst im Rahmen von crossmedialen Ansätzen voll ausschöpfen lassen. Dies bestätigt auch eine Primärstudie des US-amerikanischen Radio Ad Effectiveness Lab (RAEL), die Gerhard Franz vorstellt. Im Vergleich von drei Testgruppen wird deutlich, dass Konsumenten über einen Mix von Radio- und Internetwerbekontakten sehr viel wirkungsvoller angesprochen werden können als über das Internet allein.
Außerdem im Heft: Der ARD-Forschungsdienst befasst sich mit neueren Ergebnissen der Konsumentenforschung.

