MPASS

Heft 5/2008

Michael Libertus:
Die Revision des EU-Regulierungsrahmens für elektronische Kommunikation
Problematik aus Sicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
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Andreas Vogel:
Online-Geschäftsfelder der Pressewirtschaft
Web 2.0 führt zu neuem Beteiligungsboom der Verlage
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Ulrich Neuwöhner:
Perspektiven des Radios im digitalen Zeitalter
Eine Analyse anhand von Daten aus der angewandten Hörerforschung
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Rolf Amann/Dirk Martens:
Synthetische Welten im Web 2.0 am Beispiel von "Second Life"
Ergebnisse einer explorativen Studie
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ARD-Forschungsdienst:
Nutzung und Akzeptanz von Hörmedien
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Statistik
Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand am 31.3.2008
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Zusammenfassungen
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Editorial

Die Europäische Union bereitet gegenwärtig eine Revision des seit 2002 geltenden Rechtsrahmens für elektronische Kommunikationsnetze und -dienste vor. Die Vorschläge der Europäischen Kommission hierzu sehen eine weitgehende Harmonisierung der nationalen Regeln zur Frequenzvergabe vor, ebenso eine Verlagerung von Kompetenzen von den Mitgliedstaaten zur Europäischen Kommission sowie eine weitgehende Abschaffung der Sonderstellung des Rundfunks, die sich bisher vor allem aus seiner Funktion für Medienpluralismus und (kulturelle) Vielfalt legitimierte. Michael Libertus zeichnet in seinem Beitrag die problematischsten Aspekte der EU-Regelungsentwürfe aus Sicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nach. Er argumentiert gegen das Marktmodell, wie es die Europäische Kommission vertritt, und plädiert für eine Fortschreibung bewährter Grundlinien des geltenden Rechtsrahmens aus dem Jahr 2002.

Seit Mitte der 1990er Jahre engagieren sich die deutschen Presseverlage zunehmend auch im Internet. Andreas Vogel analysiert in seinem Artikel den Stand dieser Aktivitäten, die Strategien, die die Verlage ihrem Engagement zu Grunde legen, sowie die Erfahrungen, die sie mit ihren Investitionen bislang gemacht haben. Erkennbar wird dabei, dass Ansätze und Umfang der Onlineaktivitäten der Verlage sehr unterschiedlich sind. Deutlich wird auch, dass Onlineumsätze künftig für die Unternehmen wohl vor allem in publizistikfernen Bereichen wie Gaming, Shopping oder Social Networks zu erzielen sind.

Wie wird das Radio in der digitalen Medienwelt, die eine Vielzahl neuer Angebote bereit hält, bestehen können? Anhand von Daten aus der Media Analyse, der Langzeitstudie Massenkommunikation und weiterer Studien beleuchtet Ulrich Neuwöhner die aktuelle Position des Mediums. Das Radio steht vor allem vor der Herausforderung, die jüngeren Zielgruppen wieder stärker an sich zu binden. Mobile Endgeräte und die Digitalisierung bieten hier künftig auch neue Chancen.

Second Life ist eine der Online-3D-Welten, die erhebliche Aufmerksamkeit in den Medien erzielen konnten, unter anderem mit exponentiell steigenden Teilnehmerzahlen. Rolf Amann und Dirk Martens stellen Ergebnisse einer explorativen Studie vor, die ein klareres Bild sowohl vom Angebot als auch von der Nutzerschaft dieser virtuellen Welt erlaubt. Es zeigt sich, dass die Zahl der wirklich aktiven Nutzer immer noch relativ klein ist, diese aber mit hohem zeitlichen Engagement dabei sind. Der spezielle Reiz von Second Life ergibt sich unter anderem aus der Verknüpfung von realer und virtueller Welt, den vielen kreativen Möglichkeiten sowie den sozialen Kontakten, die sich aufbauen und pflegen lassen.

Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst stellt neue Studien zu Nutzung und Akzeptanz von Hörmedien vor.