Heft 7/2008
Internetverbreitung: Größter Zuwachs bei Silver-Surfern
Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008
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Technische Ausstattung der Onliner in Deutschland
Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008
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Bewegtbildnutzung im Internet
Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008
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Mitmachnetz Web 2.0: Rege Beteiligung nur in Communitys
Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008
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Ein Drittel der Deutschen bleibt weiter offline
Ergebnisse der ARD/ZDF-Offlinestudie 2008
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Editorial
Das Wachstum des Internets hat sich verlangsamt, zunehmend werden aber auch diejenigen Bevölkerungsgruppen erreicht, die dem Internet bisher eher ferngestanden haben. Aus der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 geht hervor, dass nunmehr zwei Drittel (65,8 %) aller Deutschen ab 14 Jahren online sind, dies entspricht 42,7 Millionen Personen. Wie Birgit van Eimeren und Beate Frees berichten, geht der größte Wachstumsschub von den Älteren aus, bei den 60- bis 79-Jährigen stieg der Anteil der Onliner im vergangenen Jahr auf 29,2 Prozent. Gesunkene Hardware- und Anschlusskosten, einfachere Bedienung und zunehmend Erfahrung aus dem Berufsleben erleichtert auch für Ältere den Einstieg. Erheblich bleiben jedoch die Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Nutzergruppen, sowohl im Umfang der Nutzung als auch in der Breite der genutzten Internetanwendungen.
Der durchschnittliche PC-Besitzer und Internetnutzer in Deutschland verfügt zunehmend über die notwendige Ausstattung, um auch multimediale Angebote im Netz nutzen zu können. Außerdem, so stellen Martin Fisch und Christoph Gscheidle fest, verfügen 70 Prozent der Onliner inzwischen über DSL-Anschlüsse, 23 Prozent bereits mit der schnellen 6-Mbit-Variante. Triple-Play und Wohnzimmer-PCs sind dagegen immer noch die Ausnahme.
23 Millionen Menschen schauen sich im Jahr 2008 zumindest gelegentlich Videos oder Fernsehsendungen über das Internet, linear oder zeitversetzt, an. Die Nutzerschaft von Live-Streams stieg von 8 auf 12 Prozent. Der konventionelle, analoge Videorecorder ist aber immer noch die am meisten verbreitete Form der zeitversetzten Nutzung.
Das Web 2.0, auch als "Mitmachnetz", bezeichnet, gilt als die wichtigste Neuerung im Internet der letzten Jahre. Anwendungen wie Wikipedia oder Weblogs werden von einem großen Teil der Internetuser häufig genutzt. Aktiv beteiligt sich jedoch weiterhin nur eine kleine Minderheit mit eigenen Beiträgen. Eine Ausnahme bilden Communitys, die vor allem für junge Online eine zentrale Rolle spielen und die wesentlich von der aktiven Teilnahme ihrer Mitglieder leben.
Der Anteil der Nicht-Nutzer des Internets ist von 37,3 Prozent auf 34,2 Prozent gesunken. Damit sind gegenwärtig noch 22,16 Millionen Erwachsene ab 14 Jahren in Deutschland "offline", wie Maria Gerhards und Annette Mende in ihrem Beitrag ausführen. Obwohl den meisten Offlinern die Durchdringung der Gesellschaft durch das Internet durchaus bewusst ist, sehen viele für sich selbst keinen Anreiz. Weiterhin sind es vor allem auch Sicherheitsbedenken, die von einem Internetanschluss abhalten. Deutlich mehr als zwei Drittel (72,9 %) aller Offliner sind Rentner oder Nicht-Berufstätige.

