MPASS

Heft 9/2008

Stefan Geese/Heinz Gerhard:
Die Fußball-Europameisterschaft 2008 im Fernsehen
Daten zur Rezeption und Bewertung
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Lothar Mai:
Die Fußball-Europameisterschaft 2008 im Radio
Daten zur Rezeption und Bewertung
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Wolfgang Popp/Lennart Parke/Ralf Kaumanns:
Rechtemanagement in der digitalen Medienwelt
Herausforderung und Erfolgsfaktor für Rundfunkunternehmen
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Andreas Vogel:
Stabile Positionen in schrumpfenden Märkten
Daten zum Markt und zur Konzentration der Publikumspresse in Deutschland im I. Quartal 2008
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ARD-Forschungsdienst:
Digitales Fernsehen aus Sicht der Nutzer
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Zusammenfassungen
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Editorial

Fußballturniere sind ein großes Medienereignis. Das hat nicht nur die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gezeigt, auch die diesjährige Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz stieß auf große Resonanz.
Stefan Geese und Heinz Gerhard analysieren, wie die EM im Fernsehen rezipiert wurde. 78 Prozent der Bundesbürger haben mindestens eines der Spiele gesehen, das ist der bisher höchste Wert für eine Fußball-EM. Durchschnittlich zählte jedes der 27 im Ersten und im ZDF übertragenen Spiele fast 16 Millionen Zuschauer, und die Zufriedenheit mit den Leistungen der Sender im Rahmen der EM war hoch, wie eine Repräsentativbefragung dazu zeigte.

Radio hat bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 besonders die jungen und mobilen Fans angesprochen. Lothar Mai berichtet, dass 73 Prozent der Bevölkerung Berichte zur Fußball-Europameisterschaft 2008 im Radio gehört haben, 40 Prozent und damit rund 26 Millionen sogar täglich. Durch die günstigen Sendezeiten am Abend war zwar das Fernsehen das dominierende Medium, aber mit 38 Prozent täglicher Nutzung bei den 14- bis 29-Jährigen und 50 Prozent bei den 30- bis 49-Jährigen lag Radio bei den jungen Fußballfans deutlich vor der Tageszeitung und dem Internet.

Der sich wandelnde Medienmarkt hat in den letzten Jahren auch zu einer rasanten Veränderung des Marktes für Lizenzen, Nutzungs- und Verwertungsrechte geführt. Neue Nutzungsformen und Gewinnoptionen treten hervor, der Wettbewerb um attraktive Inhalte wird immer intensiver. Wolfgang Popp, Lennart Parke und Ralf Kaumanns beschreiben die Implikationen eines modernen Rechtemanagements, dem eine zentrale Bedeutung für jedes Rundfunkunternehmen zukommt.

Die Zukunft der Printmedien wird vielfach in eher düsteren Farben gemalt. Derzeit, so Andreas Vogel in seinem Beitrag zum Markt und zur Konzentration der Publikumszeitschriften in Deutschland, erzielt die Verlagswirtschaft aber höhere Renditen als manch andere Branche, und dies trotz rückläufiger Verkaufsauflagen. Nach den Ergebnissen der aktuellen Konzentrationsanalyse hatten die vier führenden Verlage Bauer, Burda, Springer und Gruner+Jahr im I. Quartal 2008 einen Marktanteil von 61,9 Prozent an der verkauften Auflage. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der letzten Untersuchung 2006. Im Teilmarkt der mindestens 14-täglich erscheinenden Titel hat die WAZ-Gruppe 2008 mit 8,5 Prozent Marktanteil Gruner+Jahr vom vierten Rang verdrängt. Erstmals seit knapp 30 Jahren hat sich somit die Zusammensetzung der vier größten Verlagsgruppen bei den mindestens 14-täglich erscheinenden Titeln verändert.

Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst stellt Studien zum digitalen Fernsehen aus Sicht der Nutzer vor.