Heft 10/2008
Olympia 2008 im Fernsehen
Nutzung und Bewertung der Übertragungen von den 29. Olympischen Sommerspielen in Peking
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ma 2008 Radio II: Stabile Nutzungsmuster auch bei erweiterter Grundgesamtheit
Radionutzung erstmals inklusive EU-Ausländer und Kinder ab zehn Jahren
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Die Bedeutung des Internets für die journalistische Recherche
Multimethodenstudie zur Recherche von Journalisten bei Tageszeitung, Hörfunk, Fernsehen und Online
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Glücksritter, apokalyptische Plage oder kühle Rechner?
Was von Finanzinvestoren im Mediengeschäft zu erwarten ist
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Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den Above-the-line Medien bis zum II. Quartal 2008 Bruttowerbeaufwendungen und Werbevolumen in den Above-the-line Medien bis zum III. Quartal 2008 Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand am 30.9.2008
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Editorial
Olympische Spiele sind seit langem auch ein großes Fernsehereignis. Überschattet wurden die diesjährigen Spiele von den politischen Verhältnissen in China und der Debatte darüber, ob ein Verzicht auf olympische Fernsehübertragungen nicht eine angemessene Reaktion auf die dortigen Repressalien wäre. Nach den Ergebnissen einer Repräsentativumfrage, über die Camille Zubayr und Heinz Gerhard berichten, waren 85 Prozent der Bundesbürger mit der Entscheidung von ARD und ZDF einverstanden, die Spiele zu übertragen. Mit 9 Prozent plädierte nur eine Minderheit für einen Boykott. Insgesamt haben rund zwei Drittel der Bevölkerung die Übertragungen genutzt, und die Leistungen der Sender wurden mit großer Mehrheit als gut/sehr gut beurteilt. Auf die Frage, ob künftig weiterhin ARD und ZDF oder lieber die Privatsender von Olympischen Spielen berichten sollten, votierten 92 Prozent der Befragten für die öffentlich-rechtlichen Sender.
In der Media-Analyse ma 2008 Radio II gab es in diesem Jahr wichtige Neuerungen: Die Grundgesamtheit wurde um in Deutschland lebende EU-Ausländer und um Kinder von zehn bis 13 Jahren erweitert. Dies bedeutet eine Erhöhung des Hochrechnungspotenzials von rund 65 Millionen deutschen Personen ab 14 Jahren auf fast 70 Millionen Personen ab zehn Jahren und eröffnet weitergehende Analysemöglichkeiten im Rahmen der ma. Die aktuellen Daten belegen weiterhin eine große Wertschätzung des Radios durch die Mediennutzer, auch in den erstmals neu erfassten Zielgruppen. Hörfunk bleibt neben dem Fernsehen das meistgenutzte Medium.
Vor allem mit Hilfe der Beobachtung der Recherchetätigkeit von Journalisten gingen Marcel Machill und Markus Beiler in ihrer Untersuchung der Frage nach, wie die zunehmende Nutzung des Internets die Arbeit in den Redaktionen beeinflusst. Bedenklich stimmt dabei vor allem die Konzentration auf Suchmaschinen, vor allem auf Google. Überprüfungsrecherche findet selten statt, die Validierung von Quellen im Grunde gar nicht; Ausnahme: öffentlich-rechtliche Fernsehsender.
Matthias Gerth und Josef Trappel stellen die zentralen Ergebnisse einer Studie zu den Auswirkungen und Risiken der Beteiligung von Finanzinvestoren im Medienbereich vor. Ihr Fazit lautet, dass Finanzinvestoren emotionslos und für alle gut sichtbar zuspitzen, was der Branche ohnehin zunehmend den Stempel aufdrückt: Massenmedien werden immer mehr wie kommerzielle Dienstleistungen behandelt und immer weniger wie demokratierelevante Kulturgüter.

