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Heft 12/2008

Christian Breunig:
Handy-TV vor ungewisser Zukunft
DMB und DVB-H erhalten Konkurrenz durch DVB-T und mobiles Internet
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Sabine Feierabend/Albrecht Kutteroff:
Medien im Alltag Jugendlicher - multimedial und multifunktional
Ergebnisse der JIM-Studie 2008
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Walter Klingler:
Jugendliche und ihre Mediennutzung 1998 bis 2008
Eine Analyse auf Basis der Studienreihe Jugend, Information und (Multi-)Media/JIM
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Hans-Peter Gaßner:
Multiplikatoreffekte mit Radiowerbung
Ergebnisse einer Repräsentativbefragung
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ARD-Forschungsdienst:
Medienqualität
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Zusammenfassungen
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Editorial

Owohl das Fernsehen auf dem Mobiltelefon - kurz Handy-TV genannt - seit Jahren als vielversprechender Zukunftsmarkt gilt, steht sein Durchbruch bislang noch aus. Wie Christian Breunig in seiner Zwischenbilanz feststellt, ist dafür nicht nur der geringe Erfolg der Rundfunkstandards DMB und DVB-H verantwortlich, sondern auch ein Mangel an attraktiven, speziell für das Handy-TV produzierten Inhalten und - damit zusammenhängend - eine deutliche Zurückhaltung auf Seiten der Verbraucher.

Die Untersuchungsreihe „Jugendliche, Information und (Multi-)Media“, abgekürzt JIM, wird seit 1998 jährlich durchgeführt. Im Jahr 2008, berichten Sabine Feierabend und Albrecht Kutteroff, wurden erstmals mehr Computer im Besitz von Jugendlichen ermittelt als Fernsehgeräte. Kennzeichnend für das Medienverhalten von Jugendlichen ist der multiple Zugang zu Inhalten, wie vor allem am Beispiel Musik deutlich wird, wo Radio, MP3-Player und Handy als Abspielgeräte Verwendung finden. Im Internet dienen Onlinecommunitys als Plattform der Selbstdarstellung und Kommunikation und sind damit eine wichtige Verbindung zur Peergroup.

Der Überblick von Walter Klingler über die wichtigsten Ergebnisse aus zehn Jahren JIM-Studie zeigt, dass sich nicht nur die Geräteausstattung der Jugendlichen in dieser Zeit enorm ausgeweitet hat. Auch die Grenzen zwischen den Medien lösen sich in der Nutzung durch die Jugendlichen zunehmend auf. Das Internet etwa dient als Zugang sowohl zu Audio-, Video- als auch Textangeboten. Mobile Endgeräte sorgen für weitere Veränderungen; zu Recht werden Jugendliche heute als Innovatoren und Early Adopters bei der Mediennutzung angesehen.

Der Multiplikatoreffekt ist in der Forschung ein altbekanntes Phänomen: Medienbotschaften breiten sich über so genannte Meinungsführer weiter aus. In einer Studie, die Hans-Peter Gaßner vorstellt, wurde nachgewiesen, dass über das Medium Radio überdurchschnittlich viele solcher Multiplikatoren erreicht werden. Insbesondere Hörer junger Programme verfügen über extrem viele Kontakte und üben zudem häufig eine Ratgeberfunktion aus. Dies kommt auch der Radiowerbung zugute. Kampagnen auf jungen Radiowellen sind damit eine Alternative zu viralen Onlinekampagnen.

Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst stellt neue Studien zum Thema Medienqualität vor.