MPASS

Heft 12/2011

Christa-Maria Ridder/Irina Turecek:
Medienzeitbudgets und Tagesablaufverhalten
Ergebnisse auf Basis der ARD/ZDF-Studie Massenkommunikation 2010
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Axel Kuhn/Christoph Bläsi:
Lesen auf mobilen Lesegeräten 2011
Ergebnisse einer Studie zum Lesen digitaler Texte
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Ulrich Neuwöhner/Walter Klingler:
Kultur, Medien und Publikum 2011
Eine Analyse auf Basis der Ergebnisse einer Repräsentativbefragung
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Christian Heger:
Ausblicke auf das Kino von morgen
Filme im Internet
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ARD-Forschungsdienst:
Die Bedeutung des Radios im Alltag
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Zusammenfassungen
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Editorial

Der Beitrag von Christa-Maria Ridder und Irina Turecek untersucht auf Basis der Welle 2010 der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation die Zusammenhänge zwischen dem Alltag der Menschen und ihrer Mediennutzung. Gut 40 Prozent des täglichen Zeitbudgets der deutschsprechenden Wohnbevölkerung entfallen demnach an einem Durchschnittstag auf den Bereich Freizeit und je rund 30 Prozent auf Produktion und Regeneration. Das Fernsehen als wichtigstes und nahezu reines Freizeitmedium wird fast ausschließlich zu Hause genutzt. Das Internet hatte 2010 seinen Nutzungsschwerpunkt eindeutig im Freizeitbereich, während es 2005 noch annähernd gleich stark im Freizeit- und im Produktionsbereich vertreten war.

Das Radio war 2010 noch immer faktisch das einzige mobile Medium für die Nutzung unterwegs, 2011 gaben bereits 69 Prozent der Deutschen an, sie wüssten was ein eBook ist. Allerdings erscheinen gegenwärtig eBooks noch nicht als Massenphänomen, sondern werden hauptsächlich von Innovatoren genutzt. In einer aktuellen Studie stellen Axel Kuhn und Christoph Bläsi fest, dass Nutzer mobiler Lesegeräte und Leser digitaler Texte keine homogene Gruppe sind, sondern unterschiedliches Leseverhalten zeigen. Die Nutzung mobiler Lesegeräte zeigt eine Tendenz zum diskontinuierlichen, fragmentarischen Lesen. Es zeigt sich zudem, dass insbesondere eReader ein Potenzial zur Substitution gedruckter Texte haben.

Als Informationsquelle für Kultur und Musik weisen die Medien unterschiedliche Eignungsprofile auf, wie Ulrich Neuwöhner und Walter Klingler in ihrem Artikel belegen. Das Fernsehen kann mit Kulturinformationen Mehrheiten erreichen, darunter auch kulturfernere Schichten, das Internet ist generell für die jüngeren Bevölkerungsschichten Hauptinformationsquelle für den kulturellen Bereich. Mehr als 90 Prozent des Kulturangebots in Fernsehen und Radio kommen von ARD und ZDF.

Das Medium Film erfährt gegenwärtig wichtige Veränderungen, die narrative, produktionsästhetische und distributive Aspekte betreffen. Christian Heger beschreibt die Strukturen des Filmangebots im Internet und analysiert innovative Trends in der Filmgestaltung, die unter anderem auf Vorbilder aus dem Computerspielsektor zurückgreifen. Für den Nutzer ergeben sich Potenziale der (interaktiven) Beteiligung.

Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst befasst sich mit der Bedeutung des Radios im Alltag.

 

Kompakt

 

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