MPASS

Heft 8/2009

Andreas Weiss:
Anstoß zum gesellschaftlichen Engagement
Bilanz der vierten ARD-Themenwoche "Ist doch Ehrensache!"
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Claudia Gscheidle/Stefan Geese:
Die ARD-Themenwoche "Ist doch Ehrensache!" im Urteil der Zuschauer
Ergebnisse der Repräsentativbefragung
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Sabine Feierabend/Walter Klingler:
Kinder und Medien: Ergebnisse der KIM-Studie 2008
Mediennutzung und soziokulturelle Verortung bei Kindern
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Udo Michael Krüger:
Zwischen Spaß und Anspruch: Kinderprogramme im deutschen Fernsehen
Programmanalyse von KI.KA, Super RTL und Nick
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Ekkehardt Oehmichen/Christian Schröter:
Zur Differenzierung des Medienhandelns der jungen Generation
Eine Analyse auf Basis der ARD/ZDF-Onlinestudie 2009
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Zusammenfassungen
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Editorial

Die vierte ARD-Themenwoche widmete sich im Mai diesen Jahres dem Thema „Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren“. Alle Landesrundfunkanstalten, das Erste, alle Wellen, Kanäle und Onlineredaktionen der ARD wie auch die kooperierten Fernsehprogramme beteiligten sich an dieser Aktionswoche. Wie Andreas Weiss in seinem Beitrag hervorhebt, erwies sich das gesellschaftlich hoch relevante Thema trotz seiner medial schweren Zugänglichkeit als ausgesprochen geeigneter Stoff für eine ARD-Themenwoche. Sie hat dem bürgerschaftlichen Engagement einen spürbaren Impuls gegeben und schuf somit Public Value im besten Sinne. Die Themenwoche war auch ein Erfolg beim Publikum. Wie eine telefonische Repräsentativbefragung ergab, über die Claudia Gscheidle und Stefan Geese berichten, fiel die Bewertung der Programmleistungen sehr positiv aus. Besonderes Lob wurde der Thematisierung an sich und dem hohen qualitativen Standard der Beiträge zuteil. Die im Rahmen der Themenwoche am stärksten genutzten Medien waren Fernsehen und Radio. Im Internet informierten sich vor allem die Jüngeren über die ARD-Themenwoche.

Bei Kindern ist Fernsehen nach wie vor die wichtigste Medientätigkeit, wenn auch Computer und Internet inzwischen eine große Bedeutung erlangt haben. Wie Sabine Feierabend und Walter Klingler in ihrem Beitrag zeigen, wird bereits im Kindesalter über Vorbilder in der Familie der Weg für spätere Mediennutzungsmuster gelegt. Außerdem unterscheidet sich der Stellenwert der verschiedenen Medien deutlich, je nachdem in welchem Milieu die Kinder aufwachsen.

Eine detaillierte Programm- und Inhaltsanalyse der Kinderprogramme im deutschen Fernsehen zeigt einige Gemeinsamkeiten zwischen KI.KA, Super RTL und Nick, aber auch deutliche Unterschiede. Wie Udo Michael Krüger anhand der Untersuchung einer künstlichen Woche aus dem Jahr 2008 belegt, sind bei KI.KA unter anderem mehr deutsche Produktionen im Programm. Vor allem aber ist das Informationsangebot sowie Mischformen aus informations- und unterhaltungsnahen Sendungsteilen deutlich umfangreicher als bei den Privatsendern, außerdem der Anteil moderierter Sendungen.

Die jüngere Generation kommt heute bereits vom Kindergartenalter an mit dem Computer und mit neuen digitalen Medien in Kontakt. Dennoch darf sie nicht als Einheit betrachtet werden, wie Ekkehardt Oehmichen und Christian Schröter in ihrem Beitrag argumentieren. De Untersuchung zweier jüngerer MedienNutzerTypen, der Jungen Wilden und der Zielstrebigen Trendsetter, zeigt unterschiedliche Muster der Mediennutzung, die sich unter anderem mit den Alltags- und Lebensbedingungen der Gruppen erklären lassen.