Heft 12/2009
Wahlinformationen im öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehen 2009
Ergebnisse des ARD/ZDF-Wahlmonitors
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Berichterstattung zur Bundestagswahl 2009 aus Sicht der Zuschauer
Ergebnisse einer Repräsentativbefragung und der AGF/GfK Fernsehforschung
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Das TV-Duell 2009 aus Zuschauersicht
Dreistufige Befragung zum Wahlduell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Frank-Walter Steinmeier
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Sparten- und Formattrends im deutschen Fernsehen
Das Programmjahr 2008
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Editorial
Die Wahlberichterstattung des Fernsehens ist ein wichtiger Faktor in der Meinungsbildung der Bevölkerung. Udo Michael Krüger berichtet über die Ergebnisse des Wahlmonitors 2009, der die Berichterstattung in den großen deutschen Fernsehsendern acht Wochen vor und eine Woche nach der Bundestagswahl am 27. September 2009 erfasste. Demnach entsprach die Wahlthematisierung in ihren quantitativen Relationen und strukturellen Mustern in etwa den Angeboten der Sender zur Bundestagswahl im Jahr 2005. Vier Fünftel der im Wahlmonitor erfassten Informationsangebote zur Bundestagswahl stammten von ARD/Das Erste und ZDF, ein Fünftel steuerten die Privatsender RTL und Sat.1 bei. Schwerpunktthemen waren unter dem Einfluss der Wirtschaftskrise die Bereiche Arbeit/Soziales und Wirtschaft, gefolgt von Finanzen und Steuern.
Das Interesse an der Bundestagswahl hat etwas nachgelassen, so Stefan Geese, Camille Zubayr und Heinz Gerhard in ihrem Beitrag über die Resonanz der Zuschauer auf die Wahlberichterstattung. Fernsehen bleibt jedoch die wichtigste Informationsquelle über den Wahlkampf. Drei Viertel der Zuschauer des Ersten Programms beurteilten das dortige Informationsangebot während des Wahlkampfs als "sehr gut" oder "gut"; beim ZDF waren es 70 Prozent. Bei RTL waren 41 Prozent der Ansicht, die Vorwahlberichterstattung sei entsprechend gut einzustufen, bei Sat.1 27 Prozent ihrer Zuschauer.
Das TV-Wahlduell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Herausforderer Frank-Walter Steinmeier am 13. September 2009 wurde von den Fernsehzuschauern zurückhaltend eingeschätzt. Wie eine Untersuchung von Ursula Dehm belegt, bewerteten insbesondere jüngere Zuschauer das TV-Duell nicht so positiv. Junge Zuschauer waren es aber auch, die am häufigsten neue Erkenntnisse aus dem TV-Duell gewonnen haben. Für die vor der Wahl noch unentschiedenen Wähler konnte das TV-Duell allerdings keine wesentliche Hilfestellung leisten.
Eine Analyse der Trends im deutschen Fernsehen unter besonderer Berücksichtigung der Genres und Formate belegt eine starke Stabilität der Angebots- und Nutzungsstrukturen, wie Maria Gerhards und Walter Klingler darlegen. Es bestätigte sich erneut, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk für ein informationsorientiertes Angebotsprofil steht, bei den privatrechtlichen Sendern dominieren Fiction und Unterhaltung.

