Heft 1/2010
Fragebogenentwicklung als Spiegelbild der Medienentwicklung
Die ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation
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"24h Berlin" - ein außergewöhnliches Fernseh- und Webereignis
Nutzung und Akzeptanz
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User-Experience von Kindern im Internet
Zur Rolle des Internets bei den "Digital Natives"
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Word of Mouth und klassische Werbung
Zur Verbreitung produktbezogener Themen in der Gesellschaft
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Editorial
Seit mehr als 45 Jahren beobachtet die Langzeitstudie Massenkommunikation Trends und strukturelle Veränderungen des Mediengeschehens, insbesondere der tagesaktuellen Medien. Die neue Welle der MK 2010 befindet sich gegenwärtig im Feld. Bei der Entwicklung des Fragebogens kam es von neuem darauf an, einerseits neue Medienentwicklungen zu berücksichtigen, andererseits die langfristige Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Bernhard Engel und Stefanie Best führen in ihrem Beitrag aus, dass hierbei unter anderem die Entwicklung zur Konvergenz der Medien wie auch die mobile bzw. universelle Verfügbarkeit der Medien zu beachten war.
„24h Berlin -- Ein Tag im Leben“ war ein in der Fernseh- und Filmgeschichte bisher einmaliges Projekt, eine 24-stündige Echtzeitdokumentation. Am 5. September 2008 waren 80 Filmteams unterwegs, um einen Tag im Leben der Berlinerinnen und Berliner einzufangen und zu dokumentieren. Genau ein Jahr später wurde diese 24-stündige Sendung auf rbb und Arte ausgestrahlt sowie im Internet übertragen. Ursula Hocker/Inge Mohr berichten über die Resonanz des Publikums in Deutschland und Frankreich.
In einer qualitativen Untersuchung wurden 40 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren befragt sowie bei der Nutzung des Internets beobachtet. Deutlich wurde, so die Autoren Stefan Warth, Silke Schneider und Daniel Schmeißer, dass die Kinder zwar sehr früh Kontakt mit den neuen digitalen Medien haben, sich diese aber schrittweise erkunden und in ihren Alltag einbinden. Erst die 14- bis 16-Jährigen beherrschen das Internet, erschließen sich komplexe Prozesse eigenständig, so wie Erwachsene.
In der Werbepraxis und -forschung steht ein Thema seit kurzem wieder auf der Agenda: Word of Mouth, das heißt die persönliche Kommunikation. Auslöser hierfür war das Entstehen sozialer Netzwerke im Web 2.0, da man jetzt den Ablauf und die Geschwindigkeit solcher Kommunikationsprozesse anhand der technischen Messung von Klickraten nachvollziehen konnte. Gerhard Franz stellt eine repräsentative Onlinebefragung vor, die verdeutlicht, wie durch die Integration von Word of Mouth in die Mediaplanung ohne Mehrkosten ein Reichweiten- und Wirkungsplus erzielt werden kann, woraus sich für die Markenkommunikation eine hochprofitable strategische Option ergibt.

