Heft 5/2010
Zeitungen 2010: Rangverschiebungen unter den größten Verlagen
Daten zur Konzentration der Tagespresse in der Bundesrepublik Deutschland im I. Quartal 2010
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Mobile Onlinenutzer in der crossmedialen Markenkommunikation
Ergebnisse einer Onlinebefragung
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Was unterscheidet Mediengenerationen?
Theoretische und methodische Herausforderungen der Medienentwicklung
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Sendungsformen, Themen und Akteure im Nonfictionangebot von ARD, ZDF, RTL und Sat.1
Programmanalyse 2009 - Teil 2
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Editorial
Anhaltende Auflagenverluste und sinkende Anzeigenerlöse haben die wirtschaftliche Situation der Tagespresse in vielen Ländern verschlechtert, so auch in Deutschland. Wie Horst Röper in seinem Beitrag berichtet, sind im zweijährigen Berichtszeitraum seit der letzten Konzentrationsstudie 2008 große Transaktionen im Zeitungsmarkt vorgenommen worden. Entsprechend gravierend waren die Rangverschiebungen unter den zehn größten Verlagsgruppen. Den deutlichsten Verlust gegenüber 2008 weist der Springer-Konzern mit minus 2,5 Prozentpunkten auf, den höchsten Gewinn verzeichnet mit 1,5 Prozentpunkten der Madsack-Konzern in Hannover, im Wesentlichen durch die Zukäufe von Springer.
Im Rahmen einer repräsentativen Onlinebefragung wurden die Werteorientierungen, soziodemografischen Merkmale, Einstellungen und Gesprächsthemen sowie die Mediennutzung der mobilen Onliner analysiert. Gerhard Franz stellt die Hauptergebnisse dieser Studie vor und belegt vor allem, dass mobile Onliner nicht nur Early Adopter neuer Kommunikationstechnologien sind, sondern auch häufiger über eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen reden und intensiv Fernsehen und Radio nutzen.
Der Umgang mit Medieninnovationen lässt sich auch als ein Generationenphänomen beschreiben. In seinem Beitrag vertritt Michael Jäckel die These, dass angesichts einer Beschleunigung von Innovationszyklen im Medienbereich in der Forschung auf eine stärkere Binnendifferenzierung innerhalb der Generationen geachtet werden sollte. Dies gilt vor allem für die jüngeren Altersgruppen; aber zukünftig auch vermehrt für die älteren Kohorten. Udo Michael Krüger beschäftigt sich im zweiten Teil der Programmanalyse 2009 intensiver mit Programminhalten nonfiktionaler Angebote von ARD, ZDF, RTL und Sat.1. Demnach wird die journalistische Begleitung und Diskussion politisch und gesellschaftlich relevanter Fragen im Wesentlichen von ARD und ZDF angeboten. Dem setzen die privaten Sender ein Angebot entgegen, in dem die Themen und Gefühle im Alltagsleben der Menschen den Vorrang erhalten. Besonders deutlich wird dies in den so genannten Doku-Soaps, die bei RTL 19 Prozent und bei Sat.1 12 Prozent des Nonfictionangebots ausmachen, bei ARD und ZDF jedoch keine Rolle spielen.

