MPASS

Heft 1/2011

Birgit van Eimeren/Christa-Maria Ridder:
Trends in der Nutzung und Bewertung der Medien 1970 bis 2010
Ergebnisse der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation
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Stefanie Best/Christian Breunig:
Parallele und exklusive Mediennutzung
Ergebnisse auf Basis der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation
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Maria Gerhards/Walter Klingler:
Sparten- und Formattrends im deutschen Fernsehen
Rückblick auf das Programmjahr 2009
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ARD-Forschungsdienst:
Determinanten der Medien- und Programmwahl
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Statistik
Anzahl der angemeldeten Rundfunkempfangsgeräte. Stand am 31.12.2010
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Zusammenfassungen
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Editorial

Nach den neuesten Befunden der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation sind Umwälzungen der Mediennutzungsmuster in der Gesamtbevölkerung nicht erkennbar. Vielmehr bleiben Fernsehen und Radio die reichweiten- und nutzungsstärksten Medien. Auch die Rangfolge der Wertschätzung der tagesaktuellen Medien (ermittelt durch die Vermissensfrage) hat sich nicht verändert: Hier führt nach wie vor das Radio vor dem Fernsehen, der Tageszeitung und dem Internet. Wie Birgit van Eimeren und Christa-Maria Ridder in ihrem Beitrag berichten, hat das Internet seit dem Jahr 2000 stark an Reichweite und Nutzungsdauer gewonnen und bildet für die 14- bis 29-Jährigen inzwischen mit Fernsehen und Hörfunk ein Spitzentrio. Vorwiegend wird das Internet aber auch von jungen Menschen für die persönliche Kommunikation und Informationssuche (Online Communitys, Suchmaschinen, E-Mail, etc.) genutzt.

Ebenfalls aus der Studie Massenkommunikation ergibt sich, dass die Medien -- insbesondere die Leitmedien Fernsehen und Hörfunk - weiterhin zum großen Teil exklusiv genutzt wurden. Lediglich 9 Prozent der gesamten Mediennutzung entfielen 2010 auf die gleichzeitige Nutzung mehrerer Medien. Außer der Bildung - so Stefanie Best und Christian Breunig in ihrer Analyse - ist das Alter ein wichtiger Faktor hinsichtlich der Bereitschaft, Medien parallel zu nutzen. Medien-Multitasking findet aber nicht nur bei den jungen, sondern in allen Altersgruppen bis 64 Jahre statt, denn Parallelnutzung dient der Zeitökonomie vor allem bei hohem Medienkonsum.

Ein Rückblick auf das Fernsehjahr 2009 von Maria Gerhards und Walter Klingler zeigt, dass nach den Ergebnissen der AGF/GfK-Codierung von insgesamt 20 Fernsehprogrammen der größte Teil des Zeitbudgets für Fernsehen unverändert für Information/Infotainment aufgewandt wird. Gestiegen ist jedoch die Anzahl neuer Hybridformate (z.B. Scripted Reality), die zwischen den Genres Information/Infotainment sowie Unterhaltung und/oder Fiction angesiedelt sind. Auch der Trend zur Ausgestaltung zentraler Programmmarken hat weiter zugenommen. Neben dem Eventfernsehen entscheidet damit immer mehr die Stärke und Entwicklung der Sendungsmarken den Wettbewerb zwischen Programmen und Anbietern.

Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst befasst sich unter anderem mit der Frage, warum sich Fernsehzuschauer(innen) für bestimmte Angebote entscheiden und andere vermeiden.