Heft 11/2011
Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 im Fernsehen
Daten zur Zuschauerakzeptanz von Frauenfußball
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Alter und Generation als Einflussfaktoren der Mediennutzung
Kohortenanalysen auf Basis der ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation
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Sparten- und Formattrends im deutschen Fernsehen
Das Programmjahr 2010
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Editorial
Mit der Weltmeisterschaft in Deutschland ist es dem Frauenfußball 2011 gelungen, ein Massenpublikum anzusprechen. Dies belegen eine Auswertung von Daten der AGF/GfK-Reichweitenmessung sowie Ergebnisse einer Zusatzbefragung zum Public Viewing. Bei der WM verfolgten 38,9 Millionen Zuschauer mindestens ein Spiel im Ersten oder im ZDF. Heike Dahms-Kießling, Stefanie Gutweiler, Bernhard Kessler und Lukas Schneider stellen in ihrem Beitrag dazu fest, dass, wenn auch die Reichweiten hinter denen der WM der Männer zurückblieben, die Frauenfußball-WM 2011 von einer breiten Bevölkerungsschicht als Event angenommen wurde und damit auch der Werbewirtschaft ein attraktives und effizientes Werbeumfeld bot.
Menschen, die im gleichen Jahrzehnt geboren sind (Geburtskohorte), weisen ein spezifisches Mediennutzungsverhalten auf. Insbesondere bei der Betrachtung der einzelnen Medien und bei der Zusammensetzung des Medienzeitbudgets ergeben sich deutliche Kohorteneffekte, wie Stefanie Best und Bernhard Engel berichten. Am wenigsten treten Kohorteneffekte bei der Fernsehnutzung zutage, weil hier nach wie vor ein deutlicher Alterseffekt wirkt, das heißt, mit zunehmendem Alter sehen Menschen mehr fern. Das Radio verlor zwar ebenso wie die Tageszeitung in den letzten zehn Jahren Nutzungsanteile in allen Kohorten, ist aber das Medium, das man am wenigsten missen möchte.
Maria Gerhards und Walter Klingler weisen in ihrer Analyse des Angebots und der Nutzung von Programmsparten- bzw. genres im Programmjahr 2010 einen leichten Rückgang der Information/Infotainment zugunsten von Unterhaltung und Fiction nach, der unter anderem auf Umcodierungen von Formaten wie „Mitten im Leben“ (RTL) zurückgeht. Die Programmsparten Unterhaltung und Fiction weisen höhere Nutzungs- als Angebotsanteile auf. Die Auswertungen auf Basis von Sparten, Genres und Hitlisten zeigen -- wie in den vergangenen Jahren -- deutliche Unterschiede zwischen den angebotenen Inhalten der öffentlich-rechtlichen Programme und den privatrechtlichen. Nach wie vor existiert im Informationsbereich eine eindeutige Dominanz der öffentlich-rechtlichen Sendungen.
Außerdem in diesem Heft: Der ARD-Forschungsdienst stellt Ergebnisse der aktuellen Werbewirkungsforschung vor.

