Heft 2/2010
InfoMonitor 2009: Fernsehnachrichten bei ARD, ZDF, RTL und Sat.1
Themen, Ereignisse und Akteure
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Die Fußball-Bundesliga im Radio
Ergebnisse einer Nutzungsanalyse im Zeitverlauf
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Profil durch Qualitätsmanagement
Zehn Jahre Programmcontrolling im WDR
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Die Rolle der Programmforschung im amerikanischen Fernsehen
Übersicht über die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte
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Marktanteile amerikanischer Fernsehsender 2007/08 und 2008/09 Marktanteile amerikanischer Fernsehsender in der Daytime und der Primetime Bruttoaufwendungen und Werbevolumen in den Above-the-line Medien bis zum IV. Quartal 2009
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Editorial
In den vergangenen fünf Jahren änderten sich Umfang und Themenstruktur der Nachrichtenangebote in den deutschen Fernsehhauptprogrammen nur geringfügig. Zu diesem Befund gelangt der kontinuierliche InfoMonitor des Kölner IFEM-Instituts, das seit 2005 die Nachrichten von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 vergleicht. Untersucht werden die "Tagesschau" (20.00 Uhr) im Ersten, "heute" (19.00 Uhr) im ZDF, "RTL aktuell" (18.45 Uhr) und „Sat.1 Nachrichten“ (20.00 Uhr), ferner die Nachrichtenmagazine „Tagesthemen“ (ARD, 22.15 Uhr) und „heute-journal" (ZDF, 21.45 Uhr). Auch die unterschiedliche Positionierung öffentlich-rechtlicher und privater Nachrichten blieb während dieses Zeitraums stabil, resümiert Udo Michael Krüger. Während die öffentlich-rechtlichen Sender vorwiegend das institutionelle und politiknahe Geschehen thematisieren, befassen sich die Privatsender ausgiebiger mit dem nichtinstitutionellen, alltagsnahen Geschehen.
In der Fußballberichterstattung hat das Radio seine Position weiter ausgebaut. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Zeitreihenuntersuchung der ARD-Werbung Sales & Services der Jahre 2003, 2006 und 2009, über die Karolin Schmidt und Lothar Mai berichten. Für rund ein Drittel der Bevölkerung gehört es zur Wochenendbeschäftigung dazu, sich durch Radio über die Ereignisse in den einzelnen Stadien auf dem Laufenden zu halten. Die Bundesliga-Schaltkonferenz von 14 ARD-Radiosendern mit den letzten 20 Spielminuten lockte im Jahr 2009 am Samstagnachmittag mehr als 15 Millionen Hörer vor die Radiogeräte.
In Zeiten riesiger Medienauswahl wird es für die öffentlich-rechtlichen Fernsehanbieter immer wichtiger, ihr Programm klar zu profilieren, Kernkompetenzen zu stärken und den Ressourceneinsatz vor dem Hintergrund von Akzeptanz und Qualität des Programms sorgfältig zu prüfen. Hierzu dient das Programmcontrolling, dessen Entwicklung und Vorgehensweise Miriam Tebert am Beispiel des WDR beschreibt. Wesentlich für ein erfolgreiches Controlling sind eine kontinuierliche Programmüberprüfung und die Weiterentwicklung der Instrumente und Methoden, um den Anforderungen eines zeitgemäßen Fernsehprogramms gerecht zu werden.
Welche Rolle hat die Programmforschung heute im US-amerikanischen Fernsehen? In seinem Rückblick auf zwei Jahrzehnte Programmforschung diagnostiziert Horst Stipp die Fragmentierung der Fernsehnutzung als größte Herausforderung an die Forschung. Die Funktionen der Forschung haben sich in den vergangenen 20 Jahren den Entwicklungen in der Medienlandschaft entsprechend verändert. Die Medien sind vielfältiger geworden, und auch die Forschung wird heute vielfältiger angewandt. Sie muss versuchen, die Veränderungen im Verhalten des Publikums zu erfassen und (wenn möglich) zu prognostizieren. Mehr denn je muss sie dabei finanzielle Gesichtspunkte berücksichtigen.
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