AS&S Radio

Heft 6/2014

Michael Heffler/Pamela Möbus:
Fernsehwerbung dominiert den Werbemarkt
Der Werbemarkt 2013
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Angela Rühle:
Der deutsche Radiomarkt - Struktur und Nutzung
Untersuchung ausgewählter Radioangebote
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Gunnar Roters/Oliver Turecek:
Rekordbilanz für Home-Entertainment-Branche
Videomarkt und Videonutzung 2013
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Andreas Vogel:
Publikumszeitschriften 2014: Lebhafte Marktentwicklung ohne Tendenzwende
Daten zum Markt und zur Konzentration der Publikumspresse in Deutschland im I. Quartal 2014
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Statistik

Tagesreichweiten deutscher Radiosender


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Zusammenfassungen
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Editorial

Im deutschen Werbemarkt herrscht seit Jahren viel Bewegung, die Gewichte zwischen den Werbeträgern verschieben sich. Eine Tendenz dominiert: Werbebudgets verlagern sich von den gedruckten Medien hin zu den elektronischen bzw. den digitalen Medien. Dies war auch 2013 der Fall, wie Michael Heffler und Pamela Möbus in ihrem Rückblick berichten. Mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs war das Fernsehen das mit Abstand umsatzstärkste Werbemedium in Deutschland. TV erreicht mittlerweile einen Marktanteil von fast 45 Prozent. Auch die Investitionen in Radio- und in Onlinewerbung stiegen im Jahr 2013. Insgesamt wuchs der Werbemarkt nach der Nielsen-Bruttostatistik um 2,2 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 26,8 Mrd Euro, während die Nettostatistik des Zentralverbands der Werbewirtschaft (ZAW) ein rückläufiges Werbevolumen um 1,7 Prozent auf insgesamt 15,3 Mrd Euro verzeichnete. Die audiovisuellen Medien Fernsehen und Radio legten auch netto zu, ebenso Online- und Mobilangebote.

Die deutsche Radiolandschaft wird maßgeblich von regionalen und lokalen Angeboten geprägt. Dabei schälen sich einige Charakteristika heraus, wie Angela Rühle in ihrem Überblick über den deutschen Radiomarkt zeigt. Kennzeichnend für den öffentlich-rechtlichen Hörfunk ist, dass es neben Mainstream-Angeboten für ein größeres Publikum zahlreiche Programme aus den Bereichen Kultur und Information gibt, zudem spezielle Angebote vor allem für jüngere Hörergruppen sowie Angebote für mehrere Bundesländer. Die meisten privaten Angebote richten sich an Menschen im Alter bis 50 Jahre und versuchen in diesem Segment mit eingängigen Musikformaten möglichst große Hörergruppen zu gewinnen.

In der Home-Entertainment-Branche, die 2013 mit 1,76 Mrd Euro ihren bisher höchsten Gesamtumsatz erzielte, wird der größere Teil des Umsatzes nach wie vor mit dem Verkauf und Verleih physischer Trägermedien erzielt. Dennoch wird dem digitalen Verkauf und Verleih, so Gunnar Roters und Oliver Turecek, hohes Wachstumspotenzial vorhergesagt.

Im Markt der Publikumspresse haben sich Marktanteile und Ranking der führenden Verlagsgruppen insbesondere durch den Verkauf diverser Zeitschriften des Springer-Konzerns an die Funke Mediengruppe verändert. Andreas Vogel (Wissenschaftliches Institut für Presseforschung und Medienberatung, WIP, Köln) kommt in seiner zweijährlichen Konzentrationsanalyse bei Berücksichtigung des Springer-Funke-Deals auf einen Gesamtmarktanteil der fünf führenden Zeitschriftenverlagsgruppen von 63,2 Prozent. Damit stammen annähernd zwei Drittel aller verkauften Zeitschriftenexemplare aus nur fünf Verlagen.

Kompakt

 

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