Digitalisierungsschub bei Mediengeräteausstattung von Menschen ab 60 Jahren

Ergebnisse der SIM-Studie 2024

Zur Medienausstattung in Haushalten von Personen ab 60 Jahren zählen klassische wie auch digitale Geräte.

TV und Radio in fast jedem Haushalt präsent

In annähernd jedem dieser Haushalte stand im vergangenen Jahr ein Fernsehgerät, in über 90 Prozent ein stationäres Radio, das geht aus der SIM-Studie 2024 hervor. Über Smartphone und Computer (PC/Laptop/Notebook/Netbook) verfügten demnach jeweils rund 80 Prozent der ab 60-Jährigen. In etwas mehr als der Hälfte der entsprechenden Haushalte fanden sich Tablets und Smart-TVs. Im Vergleich zur SIM-Studie 2021 stieg insbesondere die Verbreitung von internetfähigen Endgeräten wie Smartphones (+11 %-P.), Tablets (+10 %-P.) und Smart-TVs (+9 %-P.) deutlich an.

Smartphone gewinnt weiter an Bedeutung

94 Prozent der Menschen ab 60 Jahren gaben 2024 an, fast täglich fernzusehen. Knapp drei Viertel nutzen nahezu täglich ihr Smartphone - ein Plus von 10 Prozentpunkten gegenüber 2021. Gefragt danach, auf welches Gerät sie am wenigsten verzichten wollen, nannten die meisten 60- bis 69-Jährigen das Smartphone. Bei den Altersgruppen ab 70 Jahren lag hingegen bei den Antworten auf diese Fragestellung weiterhin das Fernsehgerät vorne.

Zahl der Onlinerinnen und Onliner steigt – Zuwächse insbesondere bei den ab 80-Jährigen

87 Prozent der ab 60-Jährigen nutzten im vergangenen Jahr zumindest selten das Internet – ein Zuwachs um 6 Prozentpunkte im Vergleich zur SIM-Studie 2021. In der Altersgruppe ab 80 Jahren fielen 2024 nun 62 Prozent in die Kategorie der Onlinerinnen und Onliner – hier zeigte sich mit einem Plus von 11 Prozentpunkten die markanteste Steigerung zwischen 2021 und 2024. Interessant ist die weitere Aufschlüsselung in Teilgruppen: Während 70 Prozent der 80- bis 84-Jährigen 2024 zumindest selten online waren, sinkt dieser Wert bei den Personen ab 85 Jahren unter 50 Prozent.

Internet dient zur Information und Kommunikation

Genutzt wird das Internet in der Altersgruppe ab 60 Jahren insbesondere zur Recherche über Suchmaschinen, zur Kommunikation über Kurznachrichtendienste oder via E-Mail und zum Nachrichtenkonsum. Auf Onlinebanking griff 2024 rund die Hälfte der Befragten mindestens einmal in der Woche zurück. Mediatheken wurden von 40 Prozent mindestens wöchentlich genutzt (+ 10 %-P. gegenüber 2021), Videoportale wie YouTube erreichten auf dieser Basis rund ein Drittel der Menschen ab 60 Jahren. Soziale Netzwerke, Video-Streamingdienste, Onlinegames und Onlineshopping bewegten sich in puncto mindestens wöchentlicher Nutzung jeweils um 20 Prozent.

Mehr erfahren Sie im Beitrag von Michael Doh, Yvonne Gerigk, Thomas Rathgeb und Florian Tremmel.

Volltext (pdf)