Wahrnehmung und Nutzung von KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen
Inferenzstatistische Analyse eines zweistufigen Adoptionsmodells – Ergebnisse der „KI & Search“-Studie 2025
Kurz und knapp
- Die Studienreihe „KI & Search“ analysierte 2025 auf Basis einer Onlinebefragung 16- bis 69-Jähriger die Bekanntheit und Nutzung von KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen. Zudem wurden Regressionen berechnet, um den Einfluss verschiedener Variablen zu identifizieren.
- Die Bekanntheit von KI-Zusammenfassungen kann am ehesten über die Exposition erklärt werden. Begegnen Menschen aufgrund ihrer intensiven Suchmaschinennutzung häufig KI-Kurztexten, nehmen sie diese auch eher wahr.
- Bei den Menschen, die KI-Zusammenfassungen als solche erkennen, spielt neben der Soziodemografie und der generellen Verwendung von KI-Inhalten vor allem die Einstellung eine zentrale Rolle: Wer KI nicht vertraut, nutzt sie auch weniger.
- Ältere Menschen erkennen KI-Inhalte seltener als solche. Zudem vertrauen sie KI-Inhalten generell weniger, was insgesamt zu geringerer Nutzung führt.
In der Studie wurden aufbauend auf eine Onlineumfrage unter Menschen zwischen 16 und 69 Jahren analysiert, welche Faktoren beeinflussen, ob KI-Zusammenfassungen wahrgenommen werden. Anschließend wurde für die Gruppe der Wahrnehmenden untersucht, welche Variablen darauf Einfluss haben, ob sie KI-Zusammenfassungen aktiv nutzen.
Internet- und Suchmaschinennutzung und Alter relevante Einflussgrößen
Ob Menschen KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen bemerken, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen ist das Mediennutzungsverhalten relevant: Wenn Menschen das Internet und Suchmaschinen generell intensiv nutzen, führt dies entsprechend zu einer höheren Kontakthäufigkeit mit KI-Zusammenfassungen und verstärkt die Wahrnehmung. Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit, KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen wahrzunehmen, sinkt mit steigendem Alter.
Nutzung der Wahrnehmenden hängt von verschiedenen Variablen ab
Ob Menschen KI-Zusammenfassungen nutzen, hängt weniger von soziodemografischen Merkmalen, sondern vor allem von den persönlichen Einstellungen ab. Sind Menschen sich darüber im Klaren, dass Zusammenfassungen KI-generiert sind, haben sie eine mehr als siebenfach höhere Chance, diese auch aktiv zu nutzen. Das Vertrauen in KI ist die zweitwichtigste Einflussgröße: Wer den KI-Ursprung der Zusammenfassungen erkennt und ihnen vertraut, greift eher aktiv darauf zurück; wer skeptisch ist oder die KI-Generierung nicht bemerkt, bleibt häufiger auf Distanz. Insgesamt legen die Berechnungen der Studie nahe, dass in Bezug auf die Nutzung von KI-Zusammenfassungen statt eines reinen „Digital Gaps“, der sich auf die Unterschiede je nach Alter bei der Nutzung digitaler Angebote bezieht, zumindest partiell von einem „Attitude Gap“ auszugehen ist.
Vertrauen in öffentlich-rechtlichen Onlineinhalte auch für KI-Zusammenfassungen relevant
Für Anbieter KI-gestützter Inhalte bedeuten die Ergebnisse, dass die Sichtbarkeit nur die erste Hürde ist, wichtiger ist, ob Menschen die KI-Inhalte erkennen und ihnen vertrauen. Besonders in Umfeldern, denen stark vertraut wird, wie öffentlich-rechtlichen digitalen Informationsangeboten, könnten sich geringere Akzeptanzbarrieren zeigen.
Erfahren Sie mehr zu den Ergebnissen der Studie, die die Medienforschung des Bayerischen Rundfunks, ARD SEO und die Abteilung „KI-Strategie“ des BR konzeptioniert haben:
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KI-Hinweis: Bei der Erstellung dieses Beitrags wurde KI von der Autorin für folgende Zwecke eingesetzt: Rechtschreibprüfung, Prüfung des Analysemodells und Erstellung von Grafiken. Die Ergebnisse wurden von der Autorin auf Vollständigkeit und fachliche Richtigkeit geprüft und validiert.
Volltext MP 21/2026
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