MP 2/2026: ARD-Forschungsdienst: Wissenschaftskommunikation

ARD-Forschungsdienst/Uli Gleich

Wissenschaftskommunikation

ARD-Forschungsdienst

Kurz und knapp

•    Eine wichtige Aufgabe der Wissenschaftskommunikation ist die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse an die Allgemeinheit. Methoden und Ergebnisse sollen nachvollziehbar erklärt werden und damit zur Meinungsbildung beitragen.
•    Das Vertrauen in Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist hoch, wird jedoch durch Faktoren wie die politische Einstellung, Bildung, oder auch Verschwörungsansichten beeinflusst.
•    Nutzerinnen und Nutzer neigen dazu, wissenschaftliche Befunde gemäß ihren eigenen Überzeugungen anzunehmen oder abzulehnen.
•    Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Wissenschaftskommunikation stößt hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit als Informationsquelle bislang auf Skepsis.  
•    Transparenz und Objektivität durch die Einordnung wissenschaftlicher Befunde als vorläufig und potenziell revidierbar stärken das Vertrauen in die Wissenschaften.
•    Werden wissenschaftliche Erkenntnisse durch weibliche Forschende kommuniziert, kann dies die Wahrnehmung von Kompetenz und Vertrauen positiv beeinflussen.

Wissenschaftskommunikation bezeichnet nicht nur den fachlichen Austausch innerhalb der wissenschaftlichen Community, etwa über Fachpublikationen, sondern auch die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse an die breite Öffentlichkeit. Dies geschieht über unterschiedliche Kanäle und Formate, mit dem Ziel, wissenschaftliche Methoden und Ergebnisse so aufzubereiten, dass sie zugänglich und nachvollziehbar werden, um dadurch zu einer informierten Meinungsbildung und Entscheidungsfindung beizutragen.

Hohes Maß an Vertrauen in die Arbeit von Forscherinnen und Forschern

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler genießen in vielen Teilen der Welt ein hohes Maß an Vertrauen. Gleichzeitig wird dieses Vertrauen zunehmend durch diverse gesellschaftliche Entwicklungen herausgefordert. Dazu zählen unter anderem konspirative Einstellungen, die sich in ablehnenden Haltungen gegenüber der Wissenschaft äußern und potenziell sowohl individuelles Verhalten als auch gesellschaftliche und politische Prozesse negativ beeinflussen können.

Selbstwertdienliche Ergebnisse rechtfertigen eigene Verhaltensweisen

Die Haltung zur Wissenschaft hängt stark von persönlichen Merkmalen, wie etwa dem Alter, Geschlecht und Bildungsniveau, ab. Darüber hinaus spielen politische Einstellungen, der Grad der Alltagsrelevanz eines Themas sowie dessen kontroverser Charakter eine wesentliche Rolle. Erkenntnisse werden häufig dann als glaubwürdig angesehen, wenn sie mit den eigenen Überzeugungen übereinstimmen. Neben einer motivierten Ablehnung wissenschaftlicher Inhalte ist auch eine strategische Akzeptanz gegenüber bestimmten Erklärungen zu beobachten – insbesondere dann, wenn diese selbstwertdienlich sind und bestimmte Verhaltensweisen rechtfertigen.

Kaum Vertrauen in künstliche Intelligenz als wissenschaftliche Informationsquelle

Die Integration neuer Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) in die Wissenschaftskommunikation wird bislang mit Zurückhaltung betrachtet. Generative Systeme wie ChatGPT stoßen auf Skepsis, insbesondere hinsichtlich ihrer Vertrauenswürdigkeit als Informationsquelle.

Transparenter Umgang mit wissenschaftlichen Prinzipien fördert Vertrauen

Vertrauen in die Wissenschaft wird durch einen transparenten Umgang mit den Prinzipien von Wissenschaft, wie der Offenlegung von Unsicherheiten oder der Einordnung wissenschaftlicher Befunde als vorläufig und potenziell revidierbar, gefördert. Werden wissenschaftliche Ergebnisse durch Forscherinnen und nicht durch Forscher kommuniziert, kann sich dies in der öffentlichen Kommunikation positiv auf die Wahrnehmung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen auswirken.

KI-Hinweis:  Bei der Erstellung der Texte wurde keine Künstliche Intelligenz (KI) verwendet.

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Volltext MP 2/2026



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