Das Erste baut Politikberichterstattung in der Primetime aus

ARD-Programmanalyse 2024: Informationsprofile

23 % politische Berichterstattung bei Das Erste in der Hauptsendezeit – 5 % bei RTL

In der Primetime zwischen 18 und 24 Uhr wird das Fernsehen am meisten genutzt. Sowohl bei Das Erste als auch bei RTL finden sich in dieser Zeitspanne die höchsten Politikanteile im Fernsehprogramm. Während er bei RTL 2024 bei knapp über 5 % lag, hat Das Erste den Anteil der Berichterstattung über Politik auf 23 % in der Hauptsendezeit ausgeweitet. Die Steigerung des Anteils bei Das Erste spiegelt einen kontinuierlichen Ausbau der Politikberichterstattung wider, insbesondere seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022. Im Gegensatz dazu hat RTL seit 2023 einen Rückgang in der politischen Berichterstattung verzeichnet, was auf eine Änderung in der Programmstrategie zurückzuführen ist.

1,5 Stunden Politik in der Primetime bei Das Erste – rund 20 Minuten bei RTL

In der Primetime 2024 strahlte Das Erste fast anderthalb Stunden (81 Minuten) politische Inhalte aus, während RTL lediglich rund 20 Minuten anbot. Nachrichtenformate haben in der Primetime innerhalb der Politikberichterstattung eine höhere Bedeutung als in der Gesamtsendezeit: Bei Das Erste machten sie im vergangenen Jahr 38 % aus (56 % bei RTL), während sie in der Gesamtsendezeit 30 % (46 % bei RTL) betrugen. Magazinsendungen hingegen verlieren in der Primetime an Bedeutung: 16 % bei Das Erste (30 % bei RTL) im Vergleich zu 34 % (48 % bei RTL) in der Gesamtsendezeit.

RTL konzentriert sich in der Primetime auf wenige Formate der Politikberichterstattung

Zusätzlich zeigt sich bei RTL eine geringere strukturelle Vielfalt, da sich der private Anbieter auf weniger Formate konzentrierte.

Diese und weitere Ergebnisse aus der ARD-Programmanalyse 2024 über die Informationsprofile von Das Erste und RTL finden Sie im Beitrag von Torsten Maurer und Hans-Jürgen Weiß.

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