Hoher Anteil an Eigen- und Koproduktionen in Deutschland als Wirtschaftsfaktor
Die öffentlich-rechtlichen Programme setzten bei ihrem Fictionangebot vor allem auf deutsche Eigenproduktionen. Im Ersten und dem ZDF besteht der weitaus größte Teil des Angebots der fiktionalen Fernsehunterhaltung aus Eigen-, Auftrags- und Koproduktionen: Von den rund acht Stunden fiktionaler Unterhaltung pro Tag sind es bei Das Erste knapp sieben Stunden bzw. 85 Prozent; beim ZDF knapp sieben von insgesamt fast neun Stunden bzw. 78 Prozent. Darüber hinaus stellen die in Auftrag gegebenen Produktionen einen bedeutsamen Wirtschaftsfaktor in Deutschland dar: Über 80 Prozent der fiktionalen Unterhaltung stammen im Ersten und dem ZDF aus Deutschland (Das Erste 88 %, ZDF 81 %).
Bei RTL und Sat.1 besteht dagegen die fiktionale Unterhaltung nur zu einem Viertel aus Eigen-, Auftrags- und Koproduktionen, ebenso rund ein Viertel davon entsteht hierzulande. VOX und ProSieben setzen fast vollständig auf Kaufproduktionen, die vorrangig vom US-amerikanischen Markt eingekauft werden.
Mehr über die Programmprofile von Das Erste, ZDF, RTL, VOX, Sat.1 und ProSieben finden Sie im Beitrag zur ARD-Programmanalyse 2024 von Torsten Maurer.
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