Der fortschreitende technologische Wandel beeinflusst alle Bereiche des Lebens. In einer Welt, die sich zunehmend komplexer und dynamischer darstellt, wird es immer wichtiger, sich strukturiert und bewusst mit der Zukunft auseinanderzusetzen und verschiedene Zukunftsszenarien durchzuspielen.
Dieses Ziel verfolgt das ARD Trendradar, ein Gemeinschaftsprojekt aller Landesrundfunkanstalten der ARD sowie der Deutschen Welle. Darin werden maßgebliche Trends gebündelt, welche die Medienbranche prägen werden.
Von „schwachen Signalen“ über Muster zu Trends
Wie werden die Trends für das ARD Trendradar ermittelt? In einem ersten Schritt erfolgt das Identifizieren „schwacher Signale“, die auf bevorstehende Veränderungen hindeuten. Hierfür werden zum Beispiel Fachpublikationen und Experteninterviews ausgewertet sowie Marktinvestitionen, Patentanmeldungen oder technische Neuerungen beobachtet. Aus diesen „schwachen Signalen“ werden Muster gebildet, die anschließend weiter zusammengefasst werden. Die so entstandene Longlist der Trends wird von einem mit Expertinnen und Experten aus den beteiligten Rundfunkanstalten besetzten Gremium in einem weiteren Schritt bewertet.
10 Fokustrends für 2026
Das ARD Trendradar will dabei nicht nur aufzeigen, was künftig wichtig sein wird, sondern auch Fragen aufwerfen, auf die Antworten gefunden werden müssen. Für dieses Jahr wurden insgesamt 20 Trends identifiziert, darunter zehn Fokustrends mit besonders hoher Relevanz und Disruptionskraft.
Künstliche Intelligenz verändert Medienwelt
Mehrere dieser Fokustrends sind eng mit den Entwicklungen im Feld der Künstlichen Intelligenz (KI) verbunden: die wachsende Bedeutung eines bewussten und reflektierten Umgangs mit KI („KI-Kompetenz“), die Kennzeichnung von digitalen Inhalten unter dem Gesichtspunkt der Transparenz („Kennzeichen Vertrauen“), die zunehmende Masse an mittels KI erstellten Inhalten („Content-Flut“), die immer zentralere Rolle von Daten im Wirtschaftsleben („Datenökonomie“) und die Veränderungen bei der Onlinesuche, bei der KI-Zusammenfassungen Einzug gehalten haben oder sich Suchen hin zu KI-Chatbots verlagern („Search to Answer“).
Gesellschaftliche Trends
Andere Fokustrends nehmen stärker gesellschaftliche Entwicklungen in den Blick: Die Demokratie als Fundament unseres Zusammenlebens steht stärker unter Druck als in vorangegangenen Jahrzehnten, die Digitalisierung des Alltags schafft neue Formen von Verletzlichkeit und das Bedürfnis nach neuer Nähe im „echten“ Leben. Hinzukommt der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit von kommerziellen Algorithmen und Infrastrukturen.
Vermittlung der Erkenntnisse via Workshops
Die Vermittlung der Ergebnisse und der dahinter liegenden Methoden und Konzepte der Zukunftsarbeit dient strategischen Zielen und erfolgt innerhalb der ARD unter anderem in Form von Workshops für Redaktionen und Abteilungen.
Mehr über das ARD Trendradar und die Zukunft- und Trendarbeit im Beitrag: Das ARD Trendradar. Wie wir heute schon am Morgen arbeiten. von Florian Schmitt (SWR, Strategische Unternehmensentwicklung):
Zusammenfassung
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