Künstliche Intelligenz: Nutzungsmuster und -motive im Jugendalter
Ergebnisse der JIM-Studie 2025
Kurz und knapp
- Die JIM-Studie liefert seit 1998 Daten über die Mediennutzung und Geräteausstattung von 12- bis 19-Jährigen in Deutschland.
- Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) ist für Heranwachsende besonders herausfordernd.
- Hauptnutzungsmotive für KI sind Hausaufgaben und Lernen - starker Zuwachs bei der Informationssuche.
- Jüngere nutzen KI eher zum Vergnügen, Ältere häufiger wissensorientiert.
- KI-Tools haben sich bei Jugendlichen bereits zu Alltagswerkzeugen entwickelt.
Die JIM-Studie 2025 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) untersucht das Medienverhalten von Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren in Deutschland. Dies ist geprägt durch eine hohe Dynamik in der Medienwelt mit immer neuen Geräten, Diensten und Angeboten. Tiefgreifende Veränderungen finden derzeit durch Entwicklungen rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) statt, deren Nutzung gerade für Jugendliche aufgrund ihrer geringen Lebenserfahrung besonders herausfordernd ist. Im Rahmen der letzten Erhebung wurde untersucht, wie häufig Jugendliche bestimmte KI-Tools einsetzen, wofür sie sie verwenden und welchen Stellenwert sie in ihrem Lebensalltag mittlerweile einnehmen.
ChatGPT meistgenutztes KI-Programm bei Jugendlichen
Dabei ist ChatGPT mit 84 Prozent mit Abstand die meistgenutzte KI-Anwendung bei Jugendlichen. Mehr als die Hälfte der 12- bis 19-Jährigen arbeitet mindestens mehrmals pro Woche mit diesem Programm.
Hauptnutzungsmotive für KI sind Hausaufgaben, Lernen und Informationssuche
Mehr als 90 Prozent der Befragten nutzen mindestens ein KI-Tool, wobei die Mehrheit der Heranwachsenden dieses vor allem für Hausaufgaben und Lernen einsetzt. Die Informationssuche liegt mit 70 Prozent knapp dahinter und hat damit enorm an Bedeutung für Jugendliche gewonnen. Demnach ist ChatGPT, neben Suchmaschinen wie Google, eine der am häufigsten verwendeten KI-Anwendungen, wenn junge Menschen recherchieren.
Jüngere nutzen KI hauptsächlich zum Vergnügen, Ältere häufig wissensorientiert
Während zwischen den Geschlechtern kaum Unterschiede in den Beweggründen feststellbar sind, gibt es große Unterschiede in den Altersgruppen. Das Vergnügen steht bei jüngeren Jugendlichen bei der KI-Nutzung im Vordergrund, während Ältere Künstliche Intelligenz eher wissensorientiert für die Schule bzw. im Unterricht und zur Planung nutzen.
Mehrheit der Jugendlichen vertrauen KI-Ergebnissen
Fast 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen stimmen sowohl der Aussage zu, dass KI hilft, die Herausforderungen der Zeit (Klima, Mobilität, Medizin) zu bewältigen, als auch der, dass KI Menschen aus ihren Berufen verdrängen wird. 57 Prozent der Befragten halten KI-Ergebnisse trotz möglicher „Halluzinationen“ für vertrauenswürdig und gut einem Drittel der Heranwachsenden bereitet das Thema Künstliche Intelligenz Sorgen.
Ein Drittel der Jugendlichen hat Kenntnisse beim Erkennen von Deepfakes
Bei Fragen zur Medienkompetenz bescheinigt sich die Mehrheit mindestens gute Kenntnisse bei der Erstellung von Präsentationen und Textdokumenten. Jeder und jede dritte Befragte gibt an, sehr gute bzw. gute Kenntnisse beim Erkennen von Deepfakes zu haben, während für zwei von zehn Jugendlichen der Begriff Deepfake nicht geläufig ist. Zwei Drittel gaben an, im letzten Monat Fake News begegnet zu sein.
KI-Hinweis: Bei der Erstellung der Texte wurde keine Künstliche Intelligenz (KI) verwendet.
MP-Spotlight
Wofür nutzen Jugendliche KI-Anwendungen?
Volltext MP 10/2026
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