Die Nutzungsweise von Medien bleibt vielfältig – die Digital Media Types als integraler Bestandteil der Medienstudie
Ergebnisse der ARD/ZDF-Medienstudie 2026
Kurz und knapp
- Die Typologie der Digital Media Types beschreibt Mediennutzungsmuster anhand von soziodemografischen Variablen, persönlichen Werten und dem „Digital Mindset“. Die ARD/ZDF-Medienstudie 2026 untersuchte die Mediennutzung auf Basis der neun Typen.
- In Bezug auf die DMT bestehen aufgrund unterschiedlicher Sozialisationen und Präferenzen deutliche Unterschiede in der Art der Rezeption. Affinitäten für lineare Inhalte und die flexible On-Demand-Nutzung führen beispielsweise bei mehreren Typen zur intensiven Nutzung von Mediatheken.
- Im Bereich Audio bleibt das lineare Radio das bedeutsamste Medium. Die audioaffinsten DMT, die Verantwortungsvollen, die Ambitionierten und die Sicherheitsorientierten, weisen wiederum große Unterschiede in Bezug auf die Zugangsweisen auf.
- Das Digitale Mindset zeigt sich auch in Bezug auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz: Vor allem die Ambitionierten als Early Adopter und die digital-affinen Vereinfachenden geben an, KI intensiv zu nutzen.
Typologie charakterisiert Nutzungspräferenzen
Die ARD/ZDF-Medienstudie analysiert Besonderheiten bei der Mediennutzung unterschiedlicher Gruppen von Nutzerinnen und Nutzern. Hierfür wird die Typologie der Digital Media Types (DMT) verwendet: Sie charakterisiert neben soziodemografischen Merkmalen auch auf Basis von Werten, dem sogenannten „Digital Mindset“ sowie der „sozialen Teilhabe“, wie Affinitäten für Medieninhalte bzw. Mediengattungen entstehen. Die Typologie beleuchtet also den Medienwandel in verschiedenen Gruppen und bietet eine solide und regelmäßig aktualisierte Datenbasis für eine optimierte Zielgruppenansprache und Angebotssteuerung.
Bewegtbild ist bei allen DMT wichtigste Gattung
In Bezug auf die Mediengattungen weisen alle neun Digital Media Types eine intensive Nutzung von Bewegtbild auf: Videoinhalte jeglicher Art zusammengenommen machen die Hälfte der täglichen Mediennutzungsdauer aus, die derzeit bei rund sechseinhalb Stunden liegt. Die Spannweite reicht dabei von den Gleichmütigen und Selbstgenügsamen, die jeweils knapp 60 Prozent ihrer täglichen Medienzeit mit Bewegtbild verbringen, bis zu den Neokulturellen und Verantwortungsvollen, bei denen ein fast ausgeglichenes Verhältnis von Audio- und Videonutzung besteht.
Vorlieben für lineare TV- und Radioinhalte hoch, aber auch non-linearer Abruf beliebt
Zwischen den Typen der Digital Media Types gibt es teilweise erhebliche Unterschiede, was ihre präferierten Nutzungswege und Angebote angeht. Vor allem in Bezug auf lineare vs. non-lineare Nutzungsformen unterscheiden sich die Typen. Aktuell wird insgesamt etwas mehr als die Hälfte der Bewegtbildnutzung mit dem linearen TV-Programm verbracht. Lineares Radio wird über alle DMT hinweg von zwei Dritteln täglich gehört, das gezielte Auswählen non-linearer Inhalte wie Podcasts und Musikstreaming gehört bei einigen Typen zum Medienalltag.
Social Media und KI spiegeln Digitales Mindset
Soziale Medien werden von rund 60 Prozent der Menschen genutzt, wobei Instagram und Facebook klar vorn liegen. Einige DMT weisen ein großes Portfolio von Plattformen auf, und vor allem einige jüngere Typen nutzen Social Media intensiver: Beispielsweise nutzt jede und jeder Zweite unter den Ambitionierten täglich Social Media, vor allem zum Lesen von Artikeln und Anschauen von Videos.
Das berücksichtigte Digitale Mindset der Typen zeigt sich unter anderem auch in der Verwendung von Künstlicher Intelligenz: Vor allem „Early Adopter“ und digital-affine DMT wie die Ambitionierten und die Vereinfachenden nutzen KI-Tools intensiv, teilweise mit starken Zuwächsen im Vergleich zum Vorjahr.
KI-Hinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde KI verwendet: Nutzung des DMT-Workspaces innerhalb des ARD-internen, auf ChatGPT-basierenden KI-Tools „Aiditor“.
Erfahren Sie mehr zu den Ergebnissen der ARD/ZDF-Medienstudie 2026 im Beitrag “Die Nutzungsweise von Medien bleibt vielfältig - die Digital Media Types als integraler Bestandteil der Medienstudie” von Thorsten Müller (WDR).
Volltext MP 26/2026
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