Video und Audio: Nutzungsmuster der Digital Media Types

Ergebnisse der ARD/ZDF-Medienstudie 2026

Digital Media Types: Nutzungsmuster in Medienstudie erhoben

Die Typologie der Digital Media Types beschreibt die Mediennutzung neun verschiedener Gruppen von Mediennutzerinnen und -nutzern, die anhand ihrer Werte, Interessen, ihres Medienkonsums sowie ihres „digitalen Mindsets“ bzw. der Affinität für digitale Medien geclustert werden. Die ARD/ZDF-Medienstudie 2026 untersuchte unter anderem, welche Trends und Nutzungsmuster sich in Bezug auf Bewegtbild und Audio bei den Typen zeigen.

Typen zeigen teils deutliche Unterschiede in Bezug auf Video 

Aktuell wird insgesamt etwas mehr als die Hälfte der Gesamtnutzungsdauer im Bereich Video mit dem linearen Fernsehen verbracht. Es gibt allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Typen: Die Traditionsbewussten, Verantwortungsvollen und Gleichmütigen verwenden Medien überwiegend als Strukturgeber oder Zeitfüller und nutzen lineare Inhalte im Vergleich zum Gesamtwert über alle Typen hinweg besonders intensiv. Der letztgenannte Typ wendet bereits ein Drittel der Mediennutzung für non-lineare Inhalte auf. Ein ähnliches hybrides Nutzungsprofil zeigen die Sicherheitsorientierten. Sie hegen eine Affinität für Lineares, aber zugleich eine Vorliebe für On-Demand, was zu einer überdurchschnittlichen Mediathekennutzung führt. Die Vereinfachenden weisen den geringsten Anteil linearer Nutzung auf, sie fokussieren sich eher auf Streaminganbieter, YouTube oder Social Media als Alltagsbegleiter.

Radiohören bleibt insgesamt wichtigste Audioanwendung, einige Typen stark non-linear orientiert

Lineares Audio bleibt mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent an der gesamten Audiozeit bei den meisten DMT im Alltag relevant. Bei den Gleichmütigen, Verantwortungsvollen und Traditionsbewussten dominiert wie im Videobereich lineares Audio. Radiohören erfüllt auch bei den Sicherheitsorientierten in starkem Maße das Bedürfnis nach Verlässlichkeit, Ordnung und Geborgenheit und wird mit einem Anteil von 81 Prozent an der gesamten Audiozeit intensiv genutzt. 

Unter den Selbstgenügsamen nutzt ein überdurchschnittlich großer Anteil Musikstreamingdienste bzw. Podcasts. Ein weiterer Typ, der non-linearen Audioinhalten stark zugewandt ist, sind die Vereinfachenden.  

Erfahren Sie mehr zu dem Thema im Beitrag von Thorsten Müller. 

Volltext (PDF)

Spotlight anhören