Anhand der Bruttoumsatzdaten von Nielsen lässt sich die Entwicklung des Werbedrucks ablesen. Dazu wird die Anzahl der Werbeschaltungen unter Berücksichtigung bestimmter Konventionen auf Basis der offiziellen Informationen aus Preislisten bewertet. Rabatte und Vergütungen werden hier im Gegensatz zur Nettostatistik des Zentralverbands der Werbewirtschaft (ZAW) nicht berücksichtigt.
Brutto-Werbespendings gaben 2025 um 0,5 Prozent nach
Laut der Nielsen-Bruttostatistik nahmen die Werbeumsätze der Medien 2025 um 189,1 Mio. ab, was einem Minus von 0,5 Prozent entspricht. Die größten Einbußen gab es mit rund 4,2 Prozent beim linearen Fernsehen. Auch im Bereich Publikumszeitschriften (-3,7 %) und Kino (-0,8 %) gab es rückläufige Entwicklungen. Prozentual entwickelten sich Out-of-Home-Medien mit einem Plus von 9,9 Prozent am positivsten, gefolgt von Tageszeitungen (+3,8 %), Onlinemedien (ohne die internationalen Plattformen) (+1,6 %) und Radio (+0,3 %).
Medien und Handel sind Top-Branchen
Die umsatzstärksten Branchen im Werbemarkt waren 2025 Medien und Handel. Hier gab es Zuwächse beim Werbeumsatz von 3,1 bzw. 3,7 Prozent. Deutlich rückläufige Brutto-Werbespendings waren unter den Top-Branchen in den Bereichen Körperpflege (-15,0 %), Ernährung (-6,9 %) und Telekommunikation (-5,6 %) zu verzeichnen. Großen Einfluss auf die Entwicklung der Branche Körperpflege hatte der Kunde Procter & Gamble, der seine Brutto-Spendings insbesondere im TV deutlich reduzierte.
Weitere Ergebnisse finden Sie im Beitrag von Pamela Möbus und Michael Heffler: Lineares TV verliert deutlich. Der Brutto-Werbemarkt 2025.
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