MP 19/2026: Das ARD Trendradar

Florian Schmitt

Das ARD Trendradar - Wie wir heute schon am Morgen arbeiten

Wir wir heute schon am Morgen arbeiten

Kurz und knapp

  • Das ARD Trendradar ist ein gemeinsames Projekt der Landesrundfunkanstalten der ARD sowie der Deutschen Welle.
  • Die Entwicklung des ARD Trendradars erfolgte in einem mehrstufigen und datenbasierten Prozess.
  • Das Trendradar bündelt Trends, die in den kommenden Jahren für Programm, Technik, Verwaltung und Strategie besonders relevant sein werden.
  • Für 2026 wurden zehn Fokustrends und zehn erweiterte Trends ermittelt, die die Medienbranche aktuell und darüber hinaus maßgeblich prägen werden.
  • Die ARD-interne Vermittlung erfolgt zum Beispiel über Zukunftsworkshops mit Redaktionen und Abteilungen.

Die Medienwelt verändert sich im Zuge der Digitalisierung bereits seit Jahren rasant. Seitdem die Künstliche Intelligenz (KI) Einzug in den (Arbeits-)alltag hält, hat sich dieses Tempo nochmal deutlich erhöht. Für Medienhäuser und Medienschaffende ist es deshalb wichtig, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, um gezielt darauf reagieren zu können.

Gemeinschaftsprojekt der ARD-Landesrundfunkanstalten und der Deutschen Welle

Das ARD Trendradar, ein Gemeinschaftsprojekt aller Landesrundfunkanstalten der ARD sowie der Deutschen Welle, erfasst solche für die Medienbranche prägenden Trends. Es hat 20 zentrale Trends für 2026 identifiziert und kategorisiert – unterteilt in zehn besonders relevante Fokustrends und zehn erweiterte Trends.

Ein wichtiger konzeptioneller Bezugspunkt für diese Form der Zukunftsarbeit ist dabei das von der UNESCO geprägte Konzept der „Futures Literacy“, welches das Ziel verfolgt, bewusst und systematisch über „verschiedene“ mögliche Zukünfte nachzudenken, Optionen zu vergleichen und daraus reflektierte Entscheidungen abzuleiten.

Von „schwachen Signalen“ über Muster zu Trends

Die Entwicklung des ARD Trendradars erfolgte in einem mehrstufigen und datenbasierten Prozess. In einem ersten Schritt wurden sogenannte „schwache Signale“ identifiziert, die auf bevorstehende Veränderungen hinweisen. Diese finden sich zum Beispiel in Fachpublikationen, Experteninterviews oder durch die Beobachtung von Marktinvestitionen und Patentanmeldungen. Aus diesen „schwachen Signalen“ werden Muster gebildet, die wiederum in einem weiteren Schritt die besagten Trends ergeben. Anschließend wird die so entstandene „Longlist“ von einem mit Expertinnen und Experten aus den beteiligten Rundfunkanstalten besetzten Gremium bewertet. Als Leitfragen dienen zwei wichtige Punkte: Wie stark beeinflusst der Trend die aktuellen Aufgaben und Ziele der ARD? Wie groß ist das Disruptionspotenzial, das diesem innewohnt?

Gesellschaftliche und technologische Entwicklungen

Zu den für das laufende Jahr identifizierten Fokustrends zählen unter anderem gesellschaftliche Herausforderungen (Demokratie unter Druck), aber auch Veränderungen im Medienbereich wie die durch KI ermöglichte Content-Flut und die ebenfalls durch KI ausgelösten Veränderungen bei der Onlinesuche.

Einen weiteren Aspekt stellt die zeitliche Einordnung von Trends dar, die als aufstrebend, ausdifferenziert oder auserzählt klassifiziert werden können („Trend-Life-Cycle-Mapping“). So lässt sich auch nachhalten, welche Trends sich etabliert haben.

Abteilungen und Redaktionen der Landesrundfunkanstalten der ARD können an sogenannten Zukunftsworkshops teilnehmen. Diese sollen Mitarbeitende in die Lage versetzen, Signale besser zu erkennen, mit Trends zu arbeiten und eigene Zukunftsszenarien zu entwickeln.

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MP-Spotlight:

ARD Trendradar: Welche Entwicklungen die Medienwelt prägen werden

KI-Hinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde KI für die Rechtschreibprüfung sowie zur Feinformulierung einiger Sätze genutzt.

Volltext MP 19/2026



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