MP 15/2026: ARD-Programmanalyse 2025: Programmprofile

Torsten Maurer

Programmprofile von Das Erste, ZDF, RTL, VOX, Sat.1 und ProSieben

Ergebnisse der ARD-Programmanalyse 2025

Kurz und knapp

  • Laut ARD-Programmanalyse 2025, die auf der Auswertung von AGF-Daten basiert, verwenden Das Erste und das ZDF einen Großteil ihrer Sendezeit vor allem für journalistische Informationsangebote. Die privaten Anbieter setzen vorrangig auf fiktionale bzw. non-fiktionale Unterhaltung.
  • Im Bereich der journalistischen Information gibt es bei den Öffentlich-Rechtlichen eine große Bandbreite an Formaten, wie Nachrichten, Interview- und Talkformate. Bei den Privaten zeigt sich eine starke Konzentration auf einige wenige Formate, vor allem Magazine und Dokumentationen.
  • Im Genre Unterhaltung zeigen Das Erste und ZDF überwiegend fiktionale Inhalte, wie Serien und Filme, die zu großen Teilen Eigen-, Ko- und Auftragsproduktionen sind.
  • Die Privaten zeigen deutlich mehr non-fiktionale Unterhaltung, die vor allem aus verschiedenen Reality-TV-Formaten besteht.

Im deutschen Fernsehmarkt setzen die sechs großen Vollprogramme teils sehr unterschiedliche Schwerpunkte, um ein vielfältiges und relevantes Angebot zu schaffen. Die ARD-Programmanalyse hat für das Jahr 2025 auf Basis der AGF-Programmcodierung die linearen Angebotsstrukturen untersucht.

Öffentlich-rechtliche Programme setzen Schwerpunkt bei journalistischer Information

Für das Fernsehjahr 2025 und auch über die letzten Jahre hinweg wird deutlich, dass Das Erste (2025: 39 %) und das ZDF (44 %) kontinuierlich einen Großteil ihres Programms für Formate der journalistischen Information aufwenden. In beiden öffentlich-rechtlichen Programmen ist die fiktionale Unterhaltung die zweitgrößte Sparte. Die Privaten hingegen widmen der Information deutlich weniger Sendezeit (zwischen 18 und 27 %) und setzen vor allem auf fiktionale bzw. non-fiktionale Unterhaltung.

Im Hinblick auf die Vielfalt der Formatgruppen im Bereich der journalistischen Information bieten Das Erste und ZDF ein breites Spektrum an Sendungen an. Hierzu zählen Nachrichten, Interview- und Talkformate oder Reportagen und Dokumentationen. Magazine spielen dabei bei den Öffentlich-Rechtlichen, aber auch bei RTL und ProSieben die größte Rolle. Sat.1 und VOX fokussieren sich eher auf Reportagen und Dokumentationen. Generell ist in Bezug auf das Informationsangebot bei den Privaten eine höhere Konzentration auf wenige Sendungsformate zu beobachten.

Schwerpunkte im Unterhaltungsangebot

Im Bereich Unterhaltung wird bei Sat.1 und RTL der größte Teil der Sendezeit für non-fiktionale Inhalte und Reality-TV verwendet, ProSieben und VOX zeigen eher fiktionale Unterhaltung. Non-fiktionale Inhalte spielen bei Das Erste und ZDF im Vergleich zu fiktionalen Genres wie Filmen und Serien eine untergeordnete Rolle.
Die Anteile der fiktionalen Inhalte der sechs Programme gleichen sich in der Langzeitbetrachtung zunehmend an. Unterschiede gibt es in Bezug auf das Verhältnis zwischen Filmen und Serien: Das Erste und ZDF zeigen ein ausgeglichenes Verhältnis dieser zwei Genres, bei den Privaten spielen Serien eine größere Rolle.

Öffentlich-Rechtliche produzieren viel selbst und vor Ort

Bei Das Erste und ZDF besteht ein Großteil der linearen fiktionalen Angebote aus Eigen-, Auftrags- und Koproduktionen, die überwiegend in Deutschland hergestellt werden. Die Privaten setzen vorrangig auf zugekaufte Inhalte, vor allem aus den USA.

Mehr zu den Programmprofilen der sechs ausgewählten Vollprogramme erfahren Sie im Beitrag von Torsten Maurer.

KI-Hinweis: Bei der Erstellung der Texte wurde keine Künstliche Intelligenz (KI) verwendet.

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MP-Spotlights

Journalistische Information: Schwerpunkte der Öffentlich-Rechtlichen und Privaten

Unterhaltung im linearen TV: Schwerpunkte und Produktionsbedingungen

Volltext MP 15/2026



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