Unterschiedliche Spartenschwerpunkte bei den großen Vollprogrammen
Das Erste und das ZDF setzen laut ARD-Programmanalyse einen deutlichen Schwerpunkt auf die journalistische Information. Dieses Genre nimmt von der linearen Gesamtsendezeit dieser Programme 39 bzw. 44 Prozent ein. Bei den Privaten hingegen liegt mehr Gewicht auf der fiktionalen und non-fiktionalen Unterhaltung. Sie verwenden deutlich weniger Sendezeit auf die Information der Zuschauerinnen und Zuschauer (zwischen 18 % bei ProSieben und 27 % bei Sat.1).
Zeitverlauf: Stabilität bei ö.-r. Programmen, Private ändern teils Schwerpunkte
Im Zeitverlauf zeigt sich, dass dieses Verhältnis bereits seit vielen Jahren besteht. Seit 2019 zeigten sich bei Das Erste und ZDF in Bezug auf Informationsangebote durchweg Anteilswerte über der 40-Prozent-Marke. Ende 2024 wurde das Ratgeber- und Servicemagazin „ARD Buffet“ eingestellt, was die Reduktion des Informationsanteils auf derzeit rund 39 Prozent bei Das Erste erklärt.
RTL und VOX widmen der Informationsvermittlung im untersuchten Zeitverlauf kontinuierlich mehr als 20 Prozent ihrer Sendezeit. RTL änderte im Zeitverlauf seine Strategie mehrfach, ebenso wie im Jahr 2025 Sat.1, das nun durch die Ausstrahlung von Frühstücksmagazinen auch am Wochenende der Information deutlich mehr Zeit einräumt als zuvor.
Schwerpunkt auf Magazinen
In Bezug auf die Angebotsvielfalt lässt sich feststellen, dass die öffentlich-rechtlichen Programme diverse Sendungsformen der journalistischen Information anbieten. Bei den Privaten zeigt sich eine deutliche Konzentration auf einige wenige Formate. Für alle sechs analysierten Programme gilt: Magazinen wird im Bereich Information am meisten Sendezeit eingeräumt. Hierzu zählen Frühstücksmagazine, Ratgeber-/Servicemagazine, Boulevardmagazine und thematisch breit gefächerte allgemeine Magazine, welche die Programme in unterschiedlichem Umfang anbieten.
Weitere Ergebnisse aus der ARD-Programmanalyse 2025 zu den Programmprofilen der größten Vollprogrammen im deutschen TV-Markt finden Sie im Beitrag von Torsten Maurer.
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