Unterhaltung im linearen TV: Schwerpunkte und Produktionsbedingungen

Ergebnisse der ARD-Programmanalyse 2025

Große Sendezeitanteile für Reality-TV bei Sat.1 und RTL, Ö.-R. setzen auf Filme und Serien

Laut ARD-Programmanalyse 2025 räumen Sat.1 und RTL der non-fiktionalen Unterhaltung die meiste Sendezeit ein, zeigten jedoch im Zeitverlauf auch schon deutlich höhere Werte. Hierbei dominieren unterschiedliche Formate, wie Show-, Musik- und Quizformate, aber auch Reality-TV, dem Sat.1 mit 25 Prozent Zeitanteil im Bereich der non-fiktionalen Angebote am meisten Sendezeit widmet. Am häufigsten zu sehen sind gescriptete Doku-Soaps. Als einziger Anbieter weitete ProSieben in den vergangenen Jahren sein Angebot an non-fiktionaler Unterhaltung aus.

Bei den öffentlich-rechtlichen Programmen spielt die non-fiktionale Unterhaltung – in Form von Show- und Quizsendungen – mit 10 Prozent im ZDF und 13 Prozent bei Das Erste eine untergeordnete Rolle, dies zeigt sich auch im Verlauf der letzten Jahre. Das Erste und ZDF legen deutlichere Schwerpunkte auf fiktionale Inhalte, dabei ist das Verhältnis zwischen Filmen und Serien relativ ausgeglichen, während die Privaten im Fiktionalen vorrangig auf Serien setzen.

Öffentlich-rechtliche Programme stellen viele Filme und Serien selbst her

Die Filme und Serien, die in den öffentlich-rechtlichen Programmen gezeigt werden, stammen zu großen Teilen aus Eigen-, Auftrags- und Koproduktionen (Das Erste: 88 %, ZDF: 77 %), die vorrangig in Deutschland und Europa hergestellt werden. Die Privaten senden zu deutlich größeren Anteilen Kaufproduktionen, bei RTL und Sat.1 sind es drei Viertel des fiktionalen Angebots, bei ProSieben 98 und VOX 99 Prozent. Die eingekauften Filme und Serien stammen zum größten Teil aus den USA.

 

Weitere Ergebnisse aus der ARD-Programmanalyse 2025 zu den Programmprofilen der größten Vollprogrammen im deutschen TV-Markt finden Sie im Beitrag von Torsten Maurer.

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