Zuwachs bei der Nutzung im Vergleich zum Vorjahr
Die mindestens seltene (private) Nutzung von KI-Tools ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen: Mittlerweile greifen 59 Prozent der Menschen ab 14 Jahren auf solche Anwendungen zurück, die wöchentliche Nutzung hat sich fast verdoppelt. Dies sind Ergebnisse der ARD/ZDF-Medienstudie 2026, die KI-Wahrnehmung und -Nutzung als gesonderte Kategorie untersuchte.
Deutliches Altersgefälle
Bei der Nutzung zeigt sich ein deutliches Altersgefälle: Je jünger, desto häufiger verwenden Menschen KI-Tools – bei der jüngsten Gruppe der 14- bis 29-Jährigen sind es bereits über 90 Prozent. Auch die 30- bis 49-Jährigen sind gegenüber KI aufgeschlossen, deutlich zurückhaltender sind Menschen ab 70 Jahren. Auch bei den Verweildauern (der Nutzungsdauer der tatsächlich Nutzenden) zeigen sich die beschriebenen Muster der Altersgruppen. Männer nutzen KI-Tools generell etwas häufiger als Frauen.
Junge vertrauen KI-Tools eher als ältere Nutzerinnen und Nutzer
Das Vertrauen in KI-Tools ist bislang nicht uneingeschränkt vorhanden: Eine relative Mehrheit der Bevölkerung von 38 Prozent zeigt sich derzeit skeptisch und hält die Informationen aus KI-Tools für „weniger vertrauenswürdig“, nur 3 Prozent sagen, dass sie die Inhalte für „sehr vertrauenswürdig“ halten. Auch beim Vertrauen zeigt sich ein Gefälle bei den Altersgruppen von ausgeprägterem Vertrauen bei jungen Altersgruppen hin zu stärkerem Misstrauen bei den ab 70-Jährigen. Ein kleiner Unterschied ist bei den Geschlechtern zu erkennen. Analog zu ihrer stärkeren Nutzung geben die Männer im Vergleich ein stärkeres Vertrauen in KI-Tools an.
Quellenangaben sind vielen wichtig, werden aber selten aufgerufen
Über alle Altersgruppen hinweg und bei beiden Geschlechtern zeigt sich unter den Verwenderinnen und Verwendern von KI-Tools ein starker Wunsch nach korrekten Quellenangaben. 42 Prozent geben an, dass sie Quellenangaben für wichtig halten, 39 Prozent für sehr wichtig. Allerdings bedeutet dies nicht direkt, dass die Nutzerinnen und Nutzer auch auf die Originalquellen zugreifen. Nur eine Minderheit klickt regelmäßig auf die Quellen. Die Mehrheit gibt an, nur gelegentlich oder nie darauf zuzugreifen.
Erfahren Sie mehr zu dem Thema im Beitrag “Nutzung und Wahrnehmung von KI-Tools. Ergebnisse der ARD/ZDF-Medienstudie 2026” von Thomas Kupferschmitt.