Für die „KI & Search“-Studie wurde die deutschsprachige Onlinebevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren befragt. Im Anschluss wurde mittels Regressionen berechnet, welche Variablen sich auf die Wahrnehmung und Nutzung von KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen auswirken.
Wahrnehmung: Kontakthäufigkeit und Alter wichtige Variablen
Zunächst zeigte sich, dass die Wahrnehmung unter anderem mit dem persönlichen Nutzungsverhalten zusammenhängt: Wer Suchmaschinen häufig aufsucht, also eine hohe Kontakthäufigkeit aufweist, nimmt KI-Zusammenfassungen auch eher wahr. Zudem sinkt mit steigendem Alter die Wahrscheinlichkeit, solche Inhalte wahrzunehmen, merklich.
Nutzung hängt vor allem von Wahrnehmung und Vertrauen ab
Die Gruppe der Menschen, die KI-Zusammenfassungen bereits wahrgenommen hatten (Wahrnehmende) wurde im Rahmen eines zweiten Modells weiter untersucht, um zu klären, welche Faktoren zur aktiven Nutzung beitragen. Weiterhin spielt das Alter sowie die Kontakthäufigkeit mit KI-Zusammenfassungen hierbei eine bedeutende Rolle. Allerdings ist das KI-Bewusstsein der wichtigere Einflussfaktor: Wer den KI-Ursprung eines Inhalts erkennt, nutzt ihn weitaus häufiger.
Vertrauen in KI ist die zweitstärkste Einflussgröße, wenn es um die Nutzung von KI-Zusammenfassungen geht. Pro Einheit mehr auf dem Vertrauensindex erhöht sich die Nutzungschance deutlich. Umgekehrt gilt: Wer KI nicht vertraut, nutzt KI-Zusammenfassungen trotz Wahrnehmung weit seltener.
Insgesamt legen die Berechnungen die Annahme nahe, dass der „Digital Gap“, der sich in Bezug auf digitale Anwendungen meist auf Altersunterschiede bezieht, bei der Nutzung von KI-Zusammenfassungen in Suchmaschinen zumindest partiell als „Attitude Gap“ fassbar sein könnte. Die Einstellungen zur KI spielen demnach eine gewichtigere Rolle als das Alter.
Erfahren Sie mehr zu dem Thema im Beitrag von Nermin Sinclair.
Zusammenfassung
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